Autor Thema: Kurzgeschichten  (Gelesen 648 mal)

Offline BlaceHexenjäger

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Kurzgeschichten
« am: 19. März 2016, 21:38:04 »
Diese Geschichten sind nicht unbedingt Arthoria bezogen, wobei es manche gibt, wo Arthorianer vorkommen, aber da müsste ich die Spieler erst fragen, ob ich diese Geschichten dann überhaupt posten darf.

Hier schonmal eine. Andere werden vllt folgen.

Schlaflose Nacht
Ich wachte in meinem Bett auf, es war dunkel in meinem Zimmer. Ich konnte nicht wieder einschlafen. Obwohl ich den Ort nicht kenne, kommt er mir bekannt und vertraut vor. Die Wände waren grau und obwohl es mitten in der Nacht gewesen ist, wollte mein Kopf einfach nicht wieder schlafen. Also entschied ich mich für einen Spaziergang. Ich verließ den Raum durch die einzige Tür die es gab und befand mich in einem Treppenhaus, ganz oben in einem Gebäude. Es war wie eine Schule aufgebaut, nur dass die Räume Zimmer gewesen sind. Ich machte nicht das Licht an, weil ich meine Augen nicht blenden wollte. Aus irgendeinem Grund war ich auch schon angezogen, in meinen Straßenklamotten mit Jacke, einem Zeichenblock und Bleistift. In meinen Gedanken war der Wunsch in die Nacht zu gehen, schauen, ob es Sterne gibt und einfach auf meinem Block was zu kritzeln. Ich konnte von dem Treppenhaus ganz oben gleich hinaus gehen, auf eine Art Treppe die vor dem Gebäude gewesen ist, mit einer kleinen Plattform und Geländer. Ich trat in eine sternenklare und warme Nacht, die Luft war erfrischend, es war ruhig. Das Gebäude, was aussah wie eine Schule war rot gemalert, mit schwarzen Rahmen um Türen und Fenster. Ich wollte nicht zu weit laufen, also ging ich die Außentreppe hinunter, einen Weg aus Platten entlang, die in einer Baumallee lag und sah eine Art Steinquaderbank ohne Lehne. Ich setzte mich darauf, mit dem Rücken zu einem Skaterpark, wo noch so spät um diese Zeit einige junge Erwachsene und vermutlich auch jugendliche Kerle übten. Ich hörte zwar ihre Gespräche, ignorierte es aber und schaute lieber in Richtung Baumallee, wo helle Lichtspiele auf den Blättern ihr Unwesen trieben, die durch leichte warme Windbrisen sich bewegten. Das Rascheln war angenehm und ich fühlte mich wohl. Ich zeichnete unverständliche und nicht nachvollziehbare Dinge auf meinen Block. Als ich Müde genug war, entschied ich mich zurück zu gehen. Aus irgendwelchen Gründen kamen die Skater auf mich zu mich und umstellten mich. Ich dachte mir nur so, was das jetzt soll, ich will keinen Ärger. Ich ging einfach an einen der Personen vorbei, keines Blickes würdig, da mich die Angst packte, ich allein, gegen alle, vor allem, was soll der Aufmarsch? Sie folgten mir, es waren geschätzt so an die 10 Leute, sie riefen mir was nach, was ich nicht verstanden habe. Ich ging die Außentreppe hoch und wollte in mein Zimmer, mich abriegeln, einfach nur weg, keinen Ärger oder mich damit auseinandersetzen zu müssen. Als ich ganz oben auf der Treppe war, noch immer verfolgt, stellten sich plötzlich drei der Personen vor mich hin und versperrten mir den weiteren Weg. Einer der Hinteren schupste mich, sodass ich nach vorne trudelte. Es tat zwar nicht weh, aber ich wollte mich nicht wehren, ich wollte nicht kämpfen. Was sollte das? War es eine Herausforderung? Was wollten sie von mir? War ihnen einfach nur langweilig? Wollten sie ihre Macht ausüben? Ziemlich machtvoll, sich als Gruppe gegen einen zu stellen. Aber so ist das ja nun mal. Alleine schwach und unfähig, deswegen als Gruppe Macht demonstrieren, weil sie alleine Schwächlinge sind. Aber was sollte ich tun? Ich würde gerne gehen, ich möchte mich nicht mit ihnen messen. Die Gruppe umstellte mich, zwei blieben auf der Treppe stehen, drei andere versperrten den Weg zur Tür. Es setzen sich welche auf das Geländer und einer von Ihnen positionierte sich in der Mitte. Er grinste, machte mit seiner Hand eine einladende Geste, eine Art zu sich ran winken und grinste gehässig weiter. Wer war er? Der Anführer, der seine Macht gegenüber den anderen beweisen wollte? Ich will nicht kämpfen, er soll mich in Ruhe lassen. Ich schüttelte den Kopf und gab keine weitere Miene von mir. Ich holte kurz aus, schlug mit seiner Faust in meine Richtung. Ich bewegte meinen Kopf zur Seite, um den Schlag auszuweichen. Er grinste wieder und packte mich mit seiner anderen Hand am Kragen, damit ich nicht mehr ausweichen konnte. Er schlug wieder zu. Ich prallte mit meiner Handfläche seinen Arm so, dass seine Faust mit dem Schwung an meinem Kopf vorbei ging. Er schaute mich nun böse an, er grinste nicht mehr. Ich fragte mich, was das soll, er soll aufhören. Er stieß mich rückwärts, sodass ich an eine der Person, die auf dem Geländer saß, rückwärts heran stolperte. Dieser trat mir in die Kniekehlen, sodass ich zu Boden ging und schupste meinen Rücken, sodass ich auf alle viere gehen musste. Nun am Boden, lachten alle und der Anführer, in seinem roten Hemd und seinen langen schwarzen Haaren kam auf mich zu. Ich stand auf, dachte mir, ok, du willst es nicht anders, also wehre ich mich, mal schauen, was bei raus kommt. Entweder ich werde von einer Gruppe zusammen geschlagen oder von dir. Aber ich werde trotzdem austeilen, auch wenn ich diesen Konflikt verneine, weil ich ihn nicht nachvollziehen kann. Er holte wieder aus, ich wich aus, gleiches Prinzip wie eben. Nur dass er nun sein Bein zum treten nutzen wollte, was ich ergriff. Ich stellte mein Bein gegen seinen noch stehenden Fuß und zog an dem Bein von ihm, was ich in den Händen hielt so kräftig, wie ich konnte. Er verlor sein Gleichgewicht und fiel auf den Rücken. Ich nahm so schnell ich konnte noch sein anderes Bein und zog mit all meiner Kraft daran, sodass ich ihn seitlich über den Boden schob. Immer  mehr zog ich, bis er leicht über den Bogen sich ablöste und lies ihn mit Schwung gegen das Treppengeländer krachen. Er stöhnte und grinste mit seinem merkwürdig erfreudigendem Blick. Ich dachte mir, ok, du wolltest das, dann sieh zu wie du damit umgehst. Immer noch seine Beine haltend, zog ich wieder, nun in die andere Richtung, so kraftvoll wie ich nur konnte. Er schlidderte über den Boden, ich dreht mich leicht dazu und ich wollte ihn gegen das andere Ende des Geländers schleudern. Auf dem Weg dorthin waren die Beine eines der auf dem Geländer sitzenden Skater im Weg und der Kopf des Typen mit rotem Hemd blieb daran hängen. Es gab ein furchtbares lautes knackendes Geräusch und erschrocken lies ich die Beine los. Der Typ schob sich schwungvoll in die Geländerecke, regungslos, sein einer Arm merkwürdig auf ihn gelegt. Keine Reaktion, nichts, außer Stille. Erschrocken sah ich die anderen Skater an. Sie waren genauso erschrocken. Mir wird gerade jetzt erst bewusst, dass ich gerade jemanden umgebracht haben könnte. Das knacken war vermutlich das Genick von dem Typen. Was wird nun passieren? Gehen die anderen auf mich los? Kriege ich eine Anzeige wegen Mord? Wird man mir glauben, dass ich das gar nicht wollte, die Auseinandersetzung umgehen wollte? Angst machte sich breit und zitternd und schweißgebadet wachte ich in meinem Bett auf. Es war nur ein Traum. Aber es wirkte so echt. Die Gefühle, die Tat. Warum stellten sie mich? Musste er wirklich sterben? Gab es keine andere Möglichkeit? Er war ja selbst daran schuld, er legte es darauf an, also muss er mit den Konsequenzen rechnen, dass so etwas passieren kann. Gilt das auch für mich? Müsste ich nun mit den Konsequenzen leben, wenn es wirklich so passiert wäre? Sicherlich ja, aber wie wird es ausgelegt. Ich bin mir der Schuld des Unfalls bewusst, aber nicht der Absicht, ihn umzubringen. Ich wollte keine Auseinandersetzung des Ganzen. Ich bin doch nur durch die Nacht gelaufen, um dann wieder besser schlafen zu können. So ein Schlamassel nur wegen einer schlaflosen Nacht. Hoffentlich wird dieser Traum nie war. Ich möchte das nicht, dabei bleibt es auch.
Traum vom 19.03.2016, ca. 3:00Uhr