Autor Thema: Die Dämonentaufe  (Gelesen 1984 mal)

NiXKlarSeher

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Die Dämonentaufe
« am: 04. Februar 2012, 12:02:34 »
Eine tiefschwarze, eiskalte und eine von finsteren Seelen bewohnte Umgebung begleitet mich auf dem Weg zu meinem Ziel, nur die fasrig wirkenden Strahlen meiner Laterne gaben mir auf 2 Schritt Entfernung preis was meine Augen sehen durften. Nächtelang waren es nur träume die mir den neuen Weg wiesen. Mein geistiges Selbst war schon weiter wie ich, nur auf den eigenen Geist, andere unbedachte Wesen nennen es das Unterbewusstsein, zu hören war bis in dieser Nacht nicht möglich. Ob gewollt oder ungewollt, bleibt die einzige Antwort die ich nicht beantworten kann.

Weiter folgte ich dem Weg, über tote Äste hinweg, an bleich schimmernden Knochen vorbei und die mir selten sichtbare Fauna zeigte keinerlei Leben. Vor Wochen, nein, vor ein paar Tagen noch hätte ich es nicht für möglich gehalten, das mir solch eine Umgebung gefallen könnte - mit Schaudern, Furcht und ich denke mal mit Verachtung hätte ich diese durchschritten. Doch mein wahres Ich, das mir nun im Bewusstsein ist, frohlockte über das was es, ich, sehen konnte.

Was war ich doch töricht, mich am Licht des Guten zu klammern. All die Schwäche die mir dank diesem Licht zuteil war, habe ich hinter mir gelassen und die Lust nach mehr Kraft, Stärke und Macht trieb mich dazu in Tavernen und Gasthäusern nach dem zu forschen, was die Lichtfreudigen 'böse Geschichten von Orten und Sagen' nannten. Ich hörte zu, ich gab mich freundlich und wenn Zungen nicht ganz freiwillig preisgaben wonach es mich dürstete dann half ich etwas nach. Einige benötigten nur den kleinen Zauber, das der Alkohol schneller wirkte um das zu hören was ich wollte. Andere Geschöpfe der Lichtlebewesen bemerkten meine Gedanken, meine Aura oder waren einfach nur davon beseelt es, die Informationen nach den ich trachtete, für sich zu behalten. Narren! Diese Frevler erkannten ihren Fehler, den sie machten, viel zu spät. Meinem besten und neuen Freund an meiner Seite, dem Tod, nah bekam ich doch alles was ich Wissen wollte.

Einige krallten ihre Hoffnung da dran, das ich Gnade wallten lassen würde, wenn ich bekomme was ich wollte. Welch Irrtum. Das einzige was ich diesen Wesen zuteil werden lies, war das ich mich nicht zulange Zeit aufhalten lassen wollte und sie schneller in die Fänge meines Freundes trieb. An den anderen Lichtwesen, die meinten sich nicht meinem Willen zu beugen, probierte ich meine Grenzen aus und erlangte am Ende, ihrem Ende, neues Wissen. Wissen, ist etwas was erarbeitet werden muss. Und nach einer für mich unendlich erscheinenden Zeit hatte ich fürs erste genug Wissen. In einem Tal, wo kein Licht des Tages jemals den Boden erreicht, in einem Gebiet Namens Tulen musste ich gelangen und in den Turm der Erde eintreten, um den Dunkelpriester Warpladea zu finden.

Und nun. Nun wandelte ich auf dem Pfad in diesem Tal. Kraft, Stärke und ein paar mir bekannter Zauber waren in mir zwar schon, aber der Wunsch nach Mehr trieb mich schneller an. Gedanken wie ich in dieser Finsternis einen Turm finden sollte umkreisten mich, bis plötzlich eine Stimme krächzend erklang: 'Wieso nutzt Du Licht wenn Du die Dunkelheit suchst?' Sofort hielt ich inne, blickte mich umher. Noch während ich versuchte zu sehen, versiegte die Flamme in meiner Laterne. 'So, ist es besser! Und nun setze Dich!', erklang die Stimme erneut. 'Wohin' ließ ich meine Stimme leiser sprechen, als mein Ich eigentlich wollte.

'HarHarHar' schallte es an meine Ohren und einige Zeit später, nachdem das laute Lachen abebbte, hörte ich nun die Stimme wieder sprechen: 'Wer die Finsternis sein Heim nennen möchte, versucht auch seine Augen im dunklen zu schulen. Aber da Du, Unwissender, das Böse wirklich im Kern in Dir trägst, werde ich Milde wallten lassen und Dir Tage des Trainings abnehmen.' Erst dachte ich, es sei ein Trugbild, doch tatsächlich schälten sich langsam Konturen heraus. Grautöne und noch mehr Grautöne wurden sichtbar. Ich ließ meinen Kopf kreisen und Stück für Stück konnte ich mehr erkennen. Die Gipfel der Berge, dann die Stämme der Bäume, die Äste, die Hügel die sich in diesem Tal weiter unten empor drangen. Dann der Pfad, zur linken Seite ein waagerecht liegender Stamm und zur rechten ein Vogel. Etwas später erkannte ich es, was dort auf einem schweren Ast geknallt saß, ein Geier. Ich setzte mich auf den Stamm, dem Geier zugewandt.

'Das ist besser so. Auch wenn Du später in Deinem Gemäuer dem Feuer platz gibst und durch dessen Licht besser sehen kannst, wirst Du ab sofort auch ohne Licht sehen können und wenn Du es richtig anstellst, wirst Du später im Dunkel mehr sehen können als im Licht. Aber bevor ich da drauf eingehe. Was willst Du hier?', und obwohl die Worte leise aus dem Schnabel kamen, vernahm ich jedes Wort besser den je.

'Bevor ich zum Jetzt komme, lasst mich meine Vergangenheit vor Euch ausbreiten. Mein Name ist NixKlarSehereher', beim letzten Wort fiel mir der Geier ins Reden 'Ahhhh, dieser Name. Welch Grausen in meinen Ohren. Wer auch immer Euch diesen Namen gab, er gehört unter meine Krallen und das faulige Fleisch das ich ihm ab rupfen werde, doch dieses Fleisch wird nie meinem Magen beschmutzen. Fahrt fort.' Ich trat in eine sehr lange Phase des Erzählens über mein Jahre hinweg an. Ab und zu reagierte der Geier ungehalten, grummelig und mit zornigen Blicken, doch unterbrach er mich nicht. Es dauerte eine Weile und ich kam zum Wendepunkt in meinem Sein, der mich letztendlich hierher getrieben hat.

'Der Wunsch dem Bösen gegenüber zu treten war gewaltig gewachsen und als es vor ein paar Wochen Gewissheit wurde, das meine Lehrer und mein Meister in den Kampf gegen das Böse auszogen wollte, begab ich mich zu Ihnen und machte Sie mit meinen Wunsch Sie zu begleiten und für das Gute zu kämpfen bekannt.',  wie ich es regelmäßig tat, so auch jetzt, ließ ich Wasser in meinen Mund laufen um weiter erzählen zu können. 'Die Vehemenz mit der mich mein Meister von meinem Anliegen abhielt und die ängstlichen Blicke die mir meine anderen Lehrer zuwarfen, verwirrten mich. So zogen Sie, ohne mich, in den Kampf. Und doch etwas in mir, ist zu diesem Zeitpunkt in mir erwacht. Nun ja, erwachen erscheint mir, jetzt mir im Nach hinein betrachtet als falsch, denn wie kann etwas erwachen was schon immer da war.', der Geier nickte bedächtig.

'Ohne schlechtes Gewissen oder Zweifel, brach ich ins Zimmer meines Meisters ein und durchsuchte es sorgfältig. Nachdem ich das Zimmer verwüstet habe und ohne etwas da stand, blitzte ein Gedanke auf. Ich hatte doch die ersten Schritte der Magie bereits gemacht und wo Hände und Augen scheitern können, kann Magie doch finden. Und wenn die Lehrer und mein Meister weg waren, konnte ich doch ungestört in die Bücher, die Sie die Finsterbücher nannten, blicken', ich spürte, wie damals zu diesem Zeitpunkt, erneut die Aufregung in mir herauf steigen. 'Ich rannte in die Bibliothek, schlug den Harken zu dem Bereich wo ich hinwollte. Vor dem mit schweren Gittern versperrten Bereich kam ich unter pusten zum stehen. Das ich durch Zufall es mal gesehen hatte, das die Gitter in einer bestimmten Reihenfolge berührt werden mussten um sich zu erheben, wusste keiner und so nutzte ich dieses Wissen und schritt hinein. Wo solle ich nun finden, was ich brauchte?', ich lachte laut auf und fuhr fort, 'Das mir Zaubersprüche des Lichts beim forschen nach Zaubersprüchen der Dunkelheit helfen würde, hat kein Lehrer und auch nicht mein Meister ahnen können. Doch, so war es. Ich ließ mir sowohl das Finsterbuch des Dunklen Novizen als auch den notwendigen Spruch vom Licht finden.', unter keckern kam diese Sätze aus mir hervor.

'Im Zimmer, meines damaligen Meister, ließ ich den Spruch los und eine große Vase ging klirrend zu Bruch. Ich ging dort hin, sah mir an was sich dort unter den Scherben verbarg. Ich griff zu, ging zum Schreibtisch, legte ein paar Blätter Pergament und einen Stab in meinen Gürtel und begann zu lesen.:

Grotan,

sei Dir bewusst welch Gefahr von dem Mündel ausgeht, das Ihr dort in Euren Gemäuern aufgenommen habt. Und ich schreibe nicht nur von der Gefahr die Euch direkt betrifft, sondern auch um die Gefahr die viele treffen kann.

Ihr könnt nicht sicher sein, indem was Ihr mir versprochen habt. Denn seid Euch dessen gewiss, auch die größte Feuerbrunst kann seinen Ursprung im kleinsten aller Funken haben. Ihr und Eure Mitstreiter tragt die Verantwortung für das was geschehen kann und daher rate ich Euch nur mit dem Licht des Lebens in Berührung zu bringen.

Aber und das ist mir das wichtigste, es wird der Tag kommen, da müsst Ihr dafür sorgen das er in den Kampf gegen das Dunkel antritt und ein Geschöpf der Finsternis tötet. Es wird nur einen Zeitpunkt geben, keinen weiteren an dem Ihr es tun müsst.

Sobald es der Wunsch von Ihm ist, Euch begleiten zu dürfen, ist es die richtige Zeit. Bitte, mein Freund, vergesst es niemals !

Nakarda',

ich blickte dem Geier in die Augen und sprach laut weiter: 'Er hat es wohl vergessen, oder wie sieht Ihr es?'. Der Geier nickte langsam und obwohl ich es nicht für möglich gehalten hatte das dies möglich ist, verzog sich sein gekrümmter Schnabel zu einem boshaften Grinsen.

Zuletzt erzählte ich dem Geier, wie ich auf die Suche ging und wie ich letztendlich hier her gekommen war. Bedächtig betrachtete mich der Geier als ich meine Geschichte beendet habe eine Weile. Er bewegte seinen gefiederten Kopf seitwärts und aufgrund seiner Anspannung wagte ich es nicht ihn anzusprechen. Wenn er was zu sagen hat wird er es tun, dachte ich mir. Urplötzlich öffneten sich seine Flügel, er schlug ein paar mal, in etwa 4 Schritt Höhe über mir hörte ich nur sein 'Folge mir' und er flog so schnell das ich ihm problemlos folgen konnte.

Das Stundenglas mag sich einmal gewendet haben, als ein aus der Ferne schimmernder Hügel sich ein paar Schritte davor zu einem kleinen Bau verwandelte. Der Eingang nahm fast die gesamte Spanne vom Bau ein, sodass der Geier problemlos hinein fliegen konnte. Ich folgte ihm hinein und als ich über die Schwelle getreten war, sah ich den Geier auf einer Stange und das war das einzige was in diesem Bau vorhanden war.

'Ich dachte ich such den Turm der Erde', flüsterte ich und der Geier antwortete 'Du hast recht. Du hast ihn auch gefunden, doch ist der Turm in keinster weise von Luft umgeben und damit der Gefahr das Licht ihn jemals erreichen könnte ausgesetzt. Der Turm hat sich halt verkehrt herum in die Erde vergraben und ist damit zu seinem Namen gekommen. Und während ich hier rede, sind wir auf unterwegs zu seiner höchsten Stelle, die gleichsam dem tiefsten Punkt der Erde entspricht.' Verwirrt blickte ich mich zum Eingang und dieser war nicht mehr da. Mein Kopf schwang zurück, der Geier, wo war der Geier? Stattdessen klaffte hier eine Öffnung vor mir auf und mit vorsichtigen Schritte durchschritt ich diesen.

'Seid Willkommen', schallte es mir entgegen. Wahrlich grell wurde ich empfangen, rot gelbes Licht blendete mich, so sehr waren meine Augen schon der Dunkelheit gefolgt. Und nach mehrfachem blinzeln konnte ich wieder etwas erkennen. Ich blickte umher. Da es eine immense Ausdehnung beinhaltete und dementsprechend dominant die Halle beherrschte sah ich den rot glühenden Lavasee zuerst. Ich sah diesen nicht nur, nein, die Wärme, die Hitze schlug mir entgegen und obwohl es mir Schmerzen bereiten sollte, tat es das nicht sondern ich fühlte mich sehr wohl. Dann begann ich mich im Kreise zu drehen, erblickte an den Wänden Fackeln und Gesichter von Dämonen auf mich herab blicken. Erst nach der Runde wurde mir eine Gestalt gewahr, die sich hervor schälte.

'Nun mein neuer teuflischer Gefährte. Alles was Du Yulakix, er zeigte auf den Geier, berichtet hast, habe ich auch erfahren und es ist an der Zeit Dich den Mächten der Dunkelheit vorzustellen. Du wirst dabei vieles Erfahren, Deine Kräfte werden verstärkt und bei einer Dämonentaufe gesegnet. Und ganz am Ende wirst Du neben einem neuen Begleiter auch einen Namen tragen die Deiner Würdig ist. Daher lasse mich derjenige sein, der den unsäglichen Namen zuletzt aussprechen wird. NixKlarSeher.

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Pardon, das meine Vorstellung 'etwas' länger wird - das heißt: dieses Thema bekommt noch mindestens einen weiteren Beitrag. Irgendwie muss ich ja den Ingame-Namen los werden. Das kommt davon wenn man Gedankenlos mal Namen auswählt *grummel*

Nachtrag: Was in Word gut lesbar war, wurde hier zum Graus. Habe Absätze neu formatiert.
Nachtrag zwei: Aufgrund aktueller Ereignisse: wer Grammatikfehler findet, darf sie gerne behalten. Dank Rechtschreibprüfung sollte diese ja in Ordnung sein.
« Letzte Änderung: 10. Februar 2012, 05:18:30 von NiXKlarSeher »

NiXKlarSeher

  • Gast
Re: Die Dämonentaufe
« Antwort #1 am: 06. Februar 2012, 16:47:27 »
Ich starrte den gebrechlich wirkenden Mann vor mir an und Fragen die mir in Kopf kamen sprudelten aus mir heraus: 'Ein neuer Name? Wer seid ihr? Wem wollt ihr mich vorstellen?'

'Mein noch so junger, unerfahrener und ungeduldiger Lehrling. Auch wenn es eine Eigenschaft ist die dem Licht zugeordnet wird, habe Geduld und ich werde Dir antworten geben, sogar auf Fragen die Dir erst später einfallen. In erster Linie möchte ich Dir einen Teil der Herkunft offenbaren. Ja, einen Teil – denn erst mit der Zeit wird sich zeigen ob Du es verdienst mehr zu erfahren. Denn auch, um den Vergleich zu nutzen, ein großer, starker und machtvoller Bär hat als kleines, schwaches und knuddeliges Bärchen begonnen. Und Du bist sehr viel eher ein Bärchen, als ein Bär. Setze Dich hin und höre dort weiter zu.', begann er seine Rede und zeigte mit einer Hand auf einen Holzstuhl der an einem Tisch stand.

'Du stammst aus einem fernen Land, das nur den wenigsten in Arthoria bekannt ist und wenn ich von Abstammen spreche ich vom Land wo Deine Eltern lebten und wo Du geboren wurdest. Natürlich und das ist etwas bei dem Dich Dein ehemaliger Meister nicht angelogen hast, sind Deine Eltern nicht mehr am Leben – zumindest nicht beide am Leben wie es die Lichtgestalten definieren. Deine Mutter ist ihrem Glauben gemäß in das nächsten Leben gewechselt und Dein Vater hat sich seinen Angehörigen und einem Rat angeschlossen.

Es ist auch dieser Grund, Deine so unterschiedlichen Eltern, das Du die Wahl hattest Deinen Weg selbst zu bestimmen.', fassungslos hörte ich diesen einen Satz und ohne das dieser Mann es Wissen konnte, hatte ich die Bestätigung über meine Wahl schon im Brief meines Meister gelesen. Während ich darüber nachdachte redete der Mann weiter und so wichtig wären die Sätze wohl nicht, die ich durch das Nachdenken verpasst hatte. Aber nun hörte ich wieder genau zu.

'Also so sehr auch Deine Mutter an das Gute glaubte, gab es Deinen Vater der dem Bösen huldigte und so hattest Du in Dir von beginn an sowohl Bindung zur weißen und zur schwarzen Magie. Und obwohl es noch viel zu früh ist Dir das zu offenbaren, dieser Zwiespalt von Gut und Böse in Dir, wird Dich immer begleiten – auch wenn Du gerade die ersten Schritte auf den Pfaden der Dunkelheit betreten hast.

Sowohl Deine Mutter, als auch Dein Vater haben jeweils im verborgenen für Dich Vorsorge betrieben und so ist es an mir, die Wünsche Deines Vater zu befolgen. Dich Stück für Stück den Dämonen zuzuführen, Dir von Zeit zu Zeit neue Zaubersprüche beibringen, die nur ein schwarzer Magier nutzen kann.

Lasse mich damit beginnen Dir den Rat der Finsternis vorzustellen', rief er und mit seiner Hand fuhr er von Wandbild zu Wandbild und rief noch lauter 'Es sind die Dämonen die uns führen und leiten. Die uns mit Kräften segnen, die dem Licht versagt bleiben, weil diese das Leben lieben. Doch was hilft die Liebe, wenn sie durch die Kraft des Bösen schneller stirbt?', fragte er mich und ohne auf eine Antwort abzuwarten fuhr er fort, 'Doch auch wenn die Dämonen Dich verstehen, wirst Du erst noch beweisen müssen, bevor diese mit Dir reden. Daher beachte. Solange Du es nicht Wert bist, werde Ich Dir sagen, was sie wollen und erwarten. Es gibt eine einzige Ausnahme und ein Dämon wird mit Dir jetzt schon sprechen. Sie zu dem Dämon Asmodai', er zeigte auf ein Wandbild, ich folgte der Hand sah es mir an, er flüstert, 'Deinem Vater' und der Boden unter mir schien sich auf zu lösen.

Ob es an der Halle oder an ihm lag, als er sprach klingelte es dauerhaft in meinen Ohren. 'Auch wenn Du mein Kind bist, achte auf Dein Handeln. Denn wenn Du mich in diesem Rat bloß stellen solltest,wirst Du meinen Zorn zu spüren bekommen. Mehr noch als jeder andere, der je in diesem Turm gewesen war.', und während die Worte noch in der Halle nachklangen, sprach der Geist ruhig und sanft zu meinem Geist, 'An jedem Ort der Welt darfst Du sein wie Du willst, nur in diesen Mauern lasse die von Deiner Mutter und meiner geliebten Frau geerbten Eigenschaften niemals hervor scheinen.' Die Schockstarre hielt mich gefangen und erst Minuten später entspannten sich meine Muskeln ein wenig und ich wand mich vom Abbild meines Vater zu meinem neuen Meister. Er blickte mir tief in die Augen.

'Nun Lehrling, wie ich feststelle scheinen Dir die Worte in die Glieder gefahren zu sein und daher mein Rat. Läufst Du in Gefahr aus dem Schatten der Dunkelheit zu gleiten, erinnere Dich an das was Du gehört hast.', ein zynisches Grinsen umspielte sein Gesicht.

Wie das Löschen einer Kerze mit den Fingerkuppen, änderte sich sein Gesichtsausdruck und er fragte laut: 'Bist Du bereit, den Bund mit der Finsternis einzugehen ? Willst Du die Dämonentaufe empfangen ?' Noch immer etwas benommen, von dem was ich mit den Ohren und mit meinem Geist gehört habe, konnte ich nur Nicken.

Der Mann bewegte sich nun nicht mehr gebrechlich und huschte zum Lavasee, sprach etwas in einer alten Sprache, was ich aufgrund meiner noch unvollständigen Kenntnisse nicht verstand. Doch die Reaktionen im See bedurften nicht die Kenntnisse der Sprache, sah ich doch was diese bewirkten. Kleine Wellen und Sprudel schienen aufgewacht zu sein. Die rote Glut wogte hin und her, begann sich zu wölben und beim aufplatzen drang gelb glühende Lavaströme hervor. Die Farben Gelb und Rot tanzten in vielen Schattierungen auf dem See.

Einen weiteren Satz in der alten Sprache drangen, in kehligen lauten aus dem Mann hervor und ich sah es mit Bangen, als dieser den Satz immer wieder sprechend auf Stufen runter in den See schritt. Ich war fassungslos über das was passierte und noch fassungsloser, als ich sah das er nicht der Natur folgend zu vergehen ging, sondern in die Mitte der sich bewegenden Masse stellte und mich mit einem Hand zu sich winkte. Angst, furchtbare Angst glitt in mein ich und obwohl nicht wollend begann ich zu zittern.

Der Mann winkte langsam aber immer energischer und obwohl meinem Geist zuwider, folgte ich seinem Ruf und begab mich zu der Kante die zur rot-gelbe Lavamasse führte. Den Schmerz erwartend trat mein erster Fuß hinein, nichts. Wie nichts, dachte ich mir und ließ den Fuß in der Lava kreisen. Wieder nichts und mutiger werdend glitt ich in den See. Dem Mann ging der See nur bis über den Bauch, doch bei mir war es auf Brusthöhe. Ich stellte mich zu ihm, weiterhin sprach er immer wieder diesen alten Satz, denn wenn die Sprache alt ist muss der Satz auch alt sein, so versuchte ich mich von der Situation in der ich steckte zu überspielen.

Er nah meine Arme und legte die Handflächen auf die jeweils an Seite auf die Schulter. Das er während dieser Taten, die Sprache geändert haben muss wurde mir erst dann klar. 'Das reinigende Feuer wird dem Diener der Dämonen nicht Schaden. Das reinigende Feuer wird dem Diener der Dämonen nicht Schaden.', immer und immer wieder hörte ich diesen Satz. Auch als er um mir begann herum zu laufen und Hände voller Glut über meinen Körper gleiten zu lassen, fuhr er monoton fort. Soweit er in meinem Sichtbereich um mir herum ging folgte ich dem was er tat und nur langsam empfingen meine Ohren neue Wörter. 'Das reinigende Blut der Dämonen wird seinen Diener segnen. Das reinigende Blut der Dämonen wird seinen Diener segnen.'. Noch eine weitere Runde ging er um mich herum, dann packte er mich von hinten und zog mich dem Rücken voraus in die Lava. So plötzlich es auch kam, ich schaffte es gerade noch die Augen zu schließen und die brennende Glut umgab meinen Kopf.

Mein Gesicht brannte, ein schmerzvoller Brand entstand an jeder Stelle die vom Lava erreicht wurde. Als der Brand dann schließlich auch in die Ohren und in die Nase wütete, wurde ich hoch gezogen und so urplötzlich wie der Schmerz in der Lava gekommen war, so plötzlich verflog er, als ich wieder oberhalb der Massen war. Der Mann schrie nun 'Das Blut der Dämonen hat Dich angenommen, die Dämonentaufe wurde vollzogen und Dein Name wurde geboren Kasmodai'.

Mich an der Hand ziehend, folgte ich ihm aus dem Lavasee. Er drehte sich um, strahlte mich an und sprach feierlich 'Nur diejenigen die Wissen, wer Dein Vater ist werden verstehen und Du trägst ein großes Erbe in Dir. Also zeige uns die wir hier sind, das Du würdig bist. Folge meinen Befehlen, stelle Dich meinen Aufgaben und höre auf meine Worte und wenn Du Dich in den kommenden Jahren lehrreich anstellst, wirst Du groß und mächtig werden.'

Der Mann ging zu einem Schreibtisch, kramte etwas herum, kam auf mich zurück und drückte mir ein Pergament in die Hand. Dieser Zauberspruch ist der erste den ich Dir gebe, in kürze wirst Du diesen anwenden dürfen und Du wirst Dein gesamtes Leben mit einem Begleiter verbringen. Ich werde Dich wissen lassen, wann Du diesen anwenden darfst und nun verlasse diesen Turm und lasse die Welt in Arthoria Deinen Namen wissen

Kasmodai

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Änderung wird bald stattfinden, Antrag ist gestellt worden

Nachtrag: Für ein gutes RP, das Platz zum Entwickeln bekommt (also Tod im ersten Geplänkel wäre blöd), bin ich offen.
Nachtrag zwei: Aufgrund aktueller Ereignisse: wer Grammatikfehler findet, darf sie gerne behalten. Dank Rechtschreibprüfung sollte diese ja in Ordnung sein.
« Letzte Änderung: 10. Februar 2012, 05:18:13 von NiXKlarSeher »