Autor Thema: Deran der Forscher - Der Wald der Magie  (Gelesen 1727 mal)

Offline JohnMandrake

  • Devils and Dragons
  • Novize
  • *
  • Beiträge: 8
  • Geschlecht: Männlich
Deran der Forscher - Der Wald der Magie
« am: 16. Oktober 2011, 16:21:50 »
Deran, ein Forscher aus der Zeit in der die Stadt Tenar noch ein Umschlagsplatz für Waren aller Art war, interessierte sich für Elixiere und Tränke, aber auch für die Wesen in der Umgebung der Stadt. Er forschte bevorzugt in der nähe vom Zentaurenwald, der Nordwestlich von Tenar liegt. Eine seiner Aufzeichnungen, die er immer schrieb wenn er Heim kam, hat man gefunden. Es handelt sich um eine, deren Inhalt nicht im Zentaurenwald statt fand, sonder im Wald der Magie.

Geschrieben von Deran dem Forscher, den 27 Aprilis im Jahre 1241


Diese Aufzeichnung, wird eine meiner schönsten und zugleich eine meiner schlimmsten sein.
Ich hege nicht den Wunsch, dies alles zu vergessen, aber das Schicksal ist ein listiger Gefährte.
Es verschlug mich in den Wald der Magie, welcher weiter westlich liegt, auf der anderen Seite des Flusses Rindori.
Die Reise, bei deren Gedanken ich immer noch leicht erschaudere, war anstrengend, gefährlich und ging zu langsam voran.
Meine geplante Reise, sollte einen Mondkreis lang dauern, durch Sturm, und blockierten Wegen dauerte sie jedoch beinahe zwei.
Ich war nahe dem Hungertod, da mein Proviant nur für maximal ein-einhalb Mondkreise reichte, und habe mich selber gescholten, nicht mehr eingepackt zu haben. Wasser, gab es zum Glück genug. In meinem Sack, den ich mir über die Schulter geworfen hatte, waren nur noch eine Laterne, eine Flasche mit etwas Öl, und 2 Feuersteine.
Nur Stunden, oder gar Minuten, bevor ich mein Bewusstsein hätte verlieren können, sah ich mehrere Kurelblüten, die violett-rosafarbigen Blätter waren jeweils so groß wie die Hand eines Neugeborenen.
Ich habe mich damals wie ein Wilder auf sie gestürzt und verschlungen, sie schmecken zwar im rohem Zustand bitter, aber sie sind ungiftig.
Da hier Kurelblüten wachsen, scheint das Wasser hier rein zu sein, da diese kostbaren Pflanzen, welche zur Herstellung von starken Heiltränken benutzt werden, hervorragende Indikatoren sind, um zu zeigen, ob das Wasser rein ist.
Ich beschloss weiter zu gehen, und bemerkte, dass ein Wald vor mir ist, welchen ich vorher nicht bemerkt hatte. Der Hunger, hatte meine Sicht vernebelt, aber ließ mich wenigstens etwas essbares finden.
Ich betrachtete ich  kurz, da meine Neugierde mich schon zittern ließ. „Dies, ist also der Wald der Magie...“, dachte ich in diesem Moment.
Ich sammelte all meinen Mut, da es Gerüchte über Dryaden, Druiden und sonstigen magischen Wesen gab.
Ich ging hinein, und wurde sofort von einem prickeln empfangen, welches meinen ganzen Körper in fester Anspannung hielt. Meine gelenke knackten, zum ersten mal, als ich sie entspannte.
Der Wald war dicht... Nicht nur von außen, auch im inneren... Die Luft war Kühl, aber dennoch angenehm. Lichtstrahlen, fallen durch das dichte Geäst der Bäume, und der Ort wirkt dadurch wie verzaubert.
Es gab auch einen reinen See, in dessen Nähe Unmengen von Kurelblüten wuchsen.
Ich gestattete mir noch welche, da ich nicht wusste, wann ich das nächste mal etwas finde.
Das Wasser des Sees, lag ruhig, wie ein Spiegel erschien er mir.
Ich starrte in das Wasser, und sah selbstverständlich mein Gesicht.
So sank ich dann langsam zu Boden, an der Kante des Sees.
Ich genoss den Augenblick, völliger Stille...
In meinem Kopf schwirrten all die Sachen, die ich erfahren hatte, über den Wald der Magie...
Das Nymphen in dem See hausen, welche wunderschöne Gesichter und den Körper eines Fisches hatten. Außerdem sind sie ein friedlebendes Volk, solange man die Fische, welche in ihren Seen hausten, nicht störte.
Ich beschloss, die kleinen Steinchen, welche ich aufhob um sie, wie jedes Mal wenn ich an einem See bin, nicht hinein zu werfen, und statt dessen lieber tiefer in den Wald zu gehen.
Es war die ganze Zeit über ruhig, bis ich einen alten Mann sah.
Seine Statur, wirkte gebrechlich, und seine Haare waren alle samt weiß. In der Hand hielt er, einen alten Stock, welcher aus einer Wurzel eines Baumes bestand.
Ich dachte nur: „Noch nie hatte ich einen Druiden getroffen, und wenn er mir wohlgesinnt ist, werde ich mich sogar gleich mit einem gemütlich unterhalten!“
So ging ich zu dem altem Mann, welcher mich schon entdeckt hatte,
„Heraios Segen!“, hatte ich gerufen, mit erhobener Hand (Heraios ist die Göttin des Ausgleiches)
Die Antwort kam sofort, mit kräftiger Stimme.
„Heraios segen! Ein Besucher, im Wald der Magie?
Ihr wollt doch keinen Schaden anrichten, oder doch?“
Er blickte mich mit wachen Augen an, welche aber Zweifellos uralt waren.
„Mitnichten, ich möchte nur meinen Wissensdurst befriedigen.
Außerdem, währe es mir eine Freude, wenn ich mich mit euch über diesen Wald unterhalten könnte!“
„Hmmm... Nun, wenn ihr dem Wald keinen Schaden zufügen wollt, dann folgt mir...“
Er dreht sich um, und ging mit großen Schritten, auf eine Laubhütte zu, die unter einem riesigem Baum stand.
Er lud mich mit einer Handbewegung in das kleine Gebilde ein.
Im innerem, waren ein Bett, ein Tisch und vier Stühle, auf welche wir uns setzen.
Wir begingen uns zu unterhalten.
„Der Wald besteht seid vielen Jahrhunderten, noch bevor sich die Menschen hier angesiedelt hatten.
Die Magie in diesem Heiligtum der Göttin Heraios, besteht nur, weil es genug Kreaturen gibt, welche sie anwenden. Ohne die Magie, würde es und nicht geben. Ohne uns, würde die Magie hier sich verflüchten.
Heraios Atem, gab diesem Ort die Magie, und sandte so die ersten Druiden, Nymphen und Dyraden.
Doch, Mensch, ist dir etwas an diesem Ort aufgefallen?“
Er ließ mich nicht einmal zu Worte kommen, er war schneller.
 „Es sind zu wenige von uns hier! Es scheint, als hätte sie etwas von hier fort getrieben!
Der Wald wird schwächer, und wenn die Wesen weiterhin fort gehen, dann wird dieser Ort nicht mehr lange bestehen bleiben...!
Jemand muss etwas tun! Und es scheint kein Zufall zu sein, das du kamst, denn ich war auf dem Weg, die Quelle dieses Wahnsinns  aufzufinden, und zu vernichten!“
Er stand dabei auf und packte seinen Stock fester.
Anscheinend, werde ich wohl mit ihm eine kleine Reise im Wald unternehmen müssen.
Wir traten aus der schlichten Hütte, und gingen mit eiligen Schritten gen Westen.
„Habt ihr Anhaltspunkte? Wir müssen doch eine Vorstellung darüber haben, wo diese Heerschar von Wesen nun ist?“
„Ich selber nicht, aber eine Dryade, Annestalenas.
Sie wird wissen, wo wir suchen müssen.“
Wir bahnten uns den Weg zu einem Kreis aus Steinen, in den wir traten, wobei wir aber vorsichtig waren.
Der Druide hob seine knorrigen Arme an, und rief mit etwas tieferer Stimme:       
„Annestalenas! Ich, Dondrius, rufe dich!
Wir benötigen deinen Rat!“
Eine Dryade, mit prächtigen Haaren, sprang leichtfüßig von einem Abhang hinunter, in den Streinkreis.
Sie schaute uns beide ruhig an, senkte ihren Kopf und sprach, mit einer seidigen, verführerischen Stimme:
„ Heraios Segen, was wünschst du?“
Der Druide senkte seine Arme und sprach nun mit ehrfürchtiger Stimme.
„ Annestalenas... Du wirst bemerkt haben, das die Wesen dieses Heiligtums uns verlassen...
Du, als Kind des Waldes, hast du etwas gespührt? Hast du, eine besitzergreifende Macht gespürt, oder eine Angst, die dich von hier fort führen wollte?“
Sie neigte ihr Haupt in meine Richtung, als hätte sie mich erst jetzt bemerkt.
 „ Ich habe etwas gespührt... Aber es ist schwer zu beschreiben...
Eine Stimme, welche sich anhörte, wie die eines Verletzten, sprach in meinem Kopf...
Sie bat mich nur zu fliehen, gen Norden zu fliehen, es währe nur zu meinem bestem.
Mir wurde bewusst, das etwas aus dem Süden des Waldes es sein musste, und ich pirschte in den Süden, musste aber wieder umkehren, weil die Stimme immer lauter wurde.
Das, was ihr sucht, befindet sich im Süden, daran besteht kein zweifel.“
Bei diesen Worten, umschmeichelte ein Windhauch ihren Körper. Für uns, war es Zeit dies Wesen, den Gegenstand oder was es auch sein mag, zu finden.
„Ich danke dir, Annestalenas. Wir werden diesem ein Ende setzten!“, sprach der Druide, und ging mit großen Schritten gen Süden.
Ich eilte hinterher, selbstverständlich verbeugte ich mich noch vor der Dryade.
Es waren vielleicht 20 Minuten gegangen, da sahen wir eine Grube, in die eine Leiter aus stabilem Holz führte. Ein Blick auf den Druiden reichte, um mir zu zeigen das wir dort nun hinunter klettern würden. Zum glück hatte ich in meinem Sack, den ich nach wie vor bei mir trug, noch die Laterne und die Feuersteine.
Wir gingen hinunter, wir waren in Dunkelheit gehüllt.
Ich brachte meine Laterne zum vorschein, und lächelte.
Nicht zerbrochen, obwohl ich mehrmals auf der Reise gestürzt bin. Kristallglas sei dank!
Ich entzündete sie, und wir schauten uns kurz um.
Wir waren in einem schmalem gang, welcher mit Holzbalken an den Kanten gesichert wurde.
Der Druide murmelte etwas, leider konnte ich es nicht verstehen.
Wir gingen den Gang entlang. Glücklicherweise mussten wir nur ein paar mal nach link uns recht gehen, und nicht zwischen zwei Wegen aussuchen.
Der gang wurde breiter, und wir kamen in einen größeren Raum.
Ich hatte nicht  bemerkt, das wir hinabgestiegen waren.
Dieser Raum, war erleuchtet von einigen Sonnenstrahlen, welche durch Rissen in der Decke kamen. Im ganzen Raum, waren Goblins verteilt, unter denen sich auch Schamanen befanden.
Sie hatten uns noch nicht bemerkt, ihre Aufmerksamkeit galt den Schamanen, die  vor einer riesigen, schwarzen Blume standen.
Ich konnte sie nicht verstehen, der Druide, konnte anscheinend auch nichts verstehen.
Ich sprach leise zu ihm, fragte ihn, was wir machen sollen.
„Wir müssen die Goblins von hier vertreiben, und diese Pflanze vernichten.
Sie scheint, durch die Schamanen eine große Macht zu haben, spürst du es nicht?“
Ich spürte es. Die Luft, schien zu vibrieren.
Nickend fragte ich ihn, wie wir dies mache sollten.
„Ich könnte die Schamanen töten....“ Ich starrte ihn verblüfft an.
„Als Druide habe ich die Aufgabe diesen Ort zu schützen, dazu gehört auch das vernichten von allen Kreaturen die dem Wald schädigen wollen.
Nun zu dir. Du musst während sie flüchten oder mich angreifen, die Pflanze verbrennen!“
Mein Nicken reichte ihm, ich nahm die Feuersteine, hielt sie so fest wie ich konnte in meinen Händen, und wartete auf den Moment, in dem ich laufen musste, zur Blume, um sie zu verbrennen.
Ein greller Lichtstrahl schießt aus dem Stab des Druiden, und versinkt in der Brust eines Schamanen.
Er wird fortgeschleudert, prallt an der Wand ab und bleibt reglos liegen.
Alle starren den Schamanen an, bis auf wir beide.
Die Goblins, es waren vielleicht 18 Stück, stürzten sich auf uns, als der Druide einen weiteren Schamanen umbrachte.
Ich rannte an der Kante der Höhle entlang, in der Hoffnung das sie mich nicht weiter beachten.
Einer der Goblins hatte mich jedoch gesehen, und wollte mich mit einer stumpfen Klinge angreifen.
Aus Verzweiflung warf ich einen Feuerstein auf den Goblin. Er prallte von seinem Kopf ab, und landete knapp einen Meter von mir entfernt auf dem Boden.
Der Goblin wurde unmächtig, und ich hatte jetzt eine Chance. Der Druide währte sich mit allen mitteln, über die Hälfte der Goblins war Tod.
Ich nahm den Feuerstein, und versuchte die Pflanze zu entzünden.
Es dauerte lange, nach meiner Meinung nach Stunden, bis die Blume Feuer fang, und alles Still stand.
Die Goblins kriegten Panik, sie liefen am Druiden vorbei, und schrieen die ganze Zeit.
Ich rannte von der Blume weg, etwas stimmte nicht.
Sie scheint in den Flammen zu verbrennen, aber der Goblin, der in der Nähe lag, noch immer bewusstlos, fing an kleiner zu werden. Der Rauch schien etwas mit ihm zu machen.
Seine Haut wich, sein Fleisch wurde verzerrt, und seine Knochen waren blank, innerhalb von 2 Sekunden.
Der Druide und ich rannten, so schnell wir konnten.
Es schien, als ob der Rauch uns einholen würde, doch er blieb immer etwas von uns entfernt.
Wir stiegen verzweifelt die Leiter hinauf. Der Rauch kam näher.
Auch wenn wir schnell waren, der Rauch war schon fast zum greifen nah.
Ein starkes rütteln ging durch die Erden. Der Druide hatte, als ich nicht hinschaute, seinen Stock in den Boden gerammt, und löste ein Erdbeben aus.
Er leuchtete schwach, aber dennoch war es gut zu sehen.
Ein schwaches, grünes Licht umgab ihn, während die Grube verschüttete, der Gang, in sich zusammen viel, und wir beide flüchteten.
Er hatte seinen Stock aus der Erde gezogen, dennoch vibrierte die Erde unter unseren Füßen noch,
Wir rannten wieder zurück, in den Norden, wo uns die Dryade schon erwartete.
Außer Atem, standen wir vor ihr. Der Druide, hatte mehrere Schnitte an Armen und Beinen, aber es schien ihm gut zu gehen.
„Die Stimme ist fort, ihr müsst es geschafft haben. Durch euer Werk, werden die Bewohner des Waldes wieder kommen, da ich ihnen schon einen Boten geschickt habe. Was war es, das uns vertreiben wollte?“, sprach die Dyrade.
Wir erzählten ihr, was geschah, und wie es geschah.
 Die Dyrade, war erschüttert, nickte jedoch.
„ Die Goblins suchen eine Neue Heimat wie es scheint. Sie wollten uns hier nicht haben...
 Doch eines ist ungewöhnlich... Wieso warst du nicht betroffen, Dondrius?“
Er schien zu lächeln, auch wenn es seine Augen nicht erreichte.
„ Ich wohne seid Urzeiten hier, genau so, wie all jene Druiden, die in diesem Hein Hausen.
Druiden, sind Beschützer des Waldes, und der Wald gibt uns Kraft.
Der Wald, wollte uns nicht gehen lassen. Wir sind Immun gegen geistliche Störungen, die  den Wald schädigen könnten.“
So sprachen sie noch lange, bis in die Abendstunden.
Ich ging mit dem Druiden in seine Hütte zurück, und er errichtete mir ein kleines Lager aus Laub.
Wir nahmen noch etwas zu uns, und schliefen dann die Nacht durch.
Am nächstem Tag, begleitete der Druide mich aus dem Wald hinaus.
Dieses mal, sah ich mehr Geschöpfe, Dyraden und Druiden, waren im ganzen Wald verstreut.
Mein Sack, war voller Wurzeln und Kräuter, und ein Großes Gefäß mit Wasser wurde mir ebenfalls mitgegeben.
Am Rande des Waldes, umarmten wir uns Herzlich. Die Letzten Worte, die der Druide zu mir sprach, bestanden aus Dank, und Segenssprüchen.
„Ich danke dir, im Namen des Waldes. Möge Heraios dich über deine gesamte Lebensspanne beschützen, und dir nie Leid zu kommen lassen.“
So ging ich wieder zurück nach Tenar. Der Weg war einfacher, die Straßen waren frei, und kein einziger Sturm kam auf.
Nun, bin ich zu Hause angekommen, es ist schon spät abends, und mein Körper ist erschöpft, von der langen Reise.
Ich habe wissen erlangt, über die Wesen in dem Wald, und natürlich auch über den Wald.

Gez. Deran Saldarte
.


Man sucht noch immer nach seinen Restlichen Aufzeichnungen, die in der ganzen Stadt verteilt liegen. Es wird erhofft, das sie nicht den vielen Bränden zum Opfer vielen, die die Orks gelegt haben.

Autor: JohnMandrake
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2011, 01:05:10 von JohnMandrake »