Autor Thema: Deran der Forscher - seine letzten Aufzeichnungen  (Gelesen 1389 mal)

Offline JohnMandrake

  • Devils and Dragons
  • Novize
  • *
  • Beiträge: 8
  • Geschlecht: Männlich
Deran der Forscher - seine letzten Aufzeichnungen
« am: 22. Mai 2011, 19:53:41 »
Deran, ein Forscher aus der Zeit in der die Stadt Tenar noch ein Umschlagsplatz für Waren aller Art war, interessierte sich für Elixiere und Tränke, aber auch für die Wesen in der Umgebung der Stadt. Er forschte bevorzugt in der nähe vom Zentaurenwald, der Nordwestlich von Tenar liegt. Eine seiner Aufzeichnungen, die er immer schrieb wenn er Heim kam, hat man gefunden. Sie wurde am Tag vor der Vernichtung der Stadt geschrieben.

Geschrieben von Deran dem Forscher, am 17. Julius im Jahre 1251

Ich ging wie jeden Morgen in den Zentaurenwald, in der Hoffnung, eine neue Art von Beere, Wurzel oder gar ein noch nie zuvor gesehenes Wesen zu erblicken.
Es mag zwar Gefährlich sein für die Wanderer, die sich einen Weg durch diesen sagenumwobenen Wald versuchen  zu bahnen, da die Zentauren nicht angetan von ihrer Gesellschaft sind. Doch meine Wenigkeit hat sich mit den Zentauren gutgestellt. Dies erwähne ich in allen meinen Aufzeichnungen, (ich trage es jetzt zumindest nachträglich ein)  da es sein kann, das meine Schriften in nicht allzu weiter Ferne gefunden werden.
Warum ich dies schreibe? Nun, so lest weiter.
Ich begann, wie schon zuvor erwähnt, mit meiner Exkursion in den Zentaurenwald.
Ich ging lange umher fand jedoch nichts von Interesse. Ich war außerdem in Sorge, da ich sonst in Begleitung von einigen Zentauren bin, die mir im Wald begegnen. Doch Heute war nicht einer von ihnen zu sehen! Ich hatte Angst, da dies vieles bedeuten kann.
Zum einen, konnte es sein, das sie eines ihrer Feste feiern, und am Tag zuvor schon Beeren und andere Früchte sammelten, für die Festlichkeiten. Es konnte aber auch Bedeuten, das etwas grauenvolles passiert ist.
Ich bin meines Weges gegangen, als ich Stimmen hörte, Stimmen von Zentauren.
Ich überlegte, bin ich denn schon So tief in den Wald eingedrungen, das ich in eines ihrer Dörfer gelangt bin?
Ich ging ein Stück weiter, wobei langsam einige Bauten sichtbar wurden.
Es waren ansehnliche Gebäude, die aus Gestein bestanden, aber ihre Formen waren mehr als ansehnlich.
Sie wahren geformt wie Diamanten! Und an der Spitze der Diamantenförmigen Behausungen, trieb ein kleiner Baum.
Es war wunderschön. Ich hätte liebend Gerne diese Bauten noch genauer betrachtet, als ich die Zentauren erblickte: Sie waren voller Trauer, so schien es, und sie hatten ihre schlichten Karren die sie aus Steinen bauten, genau wie ihre Häuser, mit einem Großteil ihrer Proviante gefüllt.
Sie hatten mich zuvor nicht bemerkt, was ein wahrhaftiges Wunder war, doch jetzt sahen sie mich. Sie blickten kurz auf und sahen mich nur kurz an. Dann senkten sie ihre Häupter wieder und fuhren mit der Verladung der Proviante fort. Sie hatten vor mir nichts zu befürchten, da jeder mich und meinen Geruch kannte (Zentauren haben sehr empfindliche Nasen und können Gerüche von verschieden Menschen unterscheiden). Aber normalerweise werde ich immer von den Zentauren begrüßt und zu allem möglichem eingeladen. Doch es muss etwas geschehen sein...
Ich ging in das Dorf, was schreib ich hier, es war eine Stadt! Ich ging umher, in der Hoffnung eines ihrer Hauptgebäuden zu finden. Nach einiger Zeit hatte ich eines gefunden.
Da ihre Häuser keine Türen besaßen, ging ich hinein, natürlich schaute ich vorher aus der Entfernung hinein. Ich sprach einen der Zentauren an, was hier los sei. Er sprach mit der tiefen Stimme, die die männlichen Zentauren nun mal haben: „Es ist so schrecklich....
Ich kann dir einfach nicht erzählen was passiert ist Delan, sprich mit einem unserer Orakel...
Dort – er zeigte  dabei auf einen mit Wurzeln beschmückten Zentauer der einen Wurzelstab in der Hand hielt – ist eines der Orakel. Er wird dir vielleicht sagen was geschehen ist...“
Ich sah mir den Zentauren an. Er war etwas kleiner als die anderen Zentauren, aber er hatte ein Friedliches Gesicht.
Er war vielleicht 540 Jahre alt, was für einen Zentauren schon ein gutes alter ist (Die meisten sterben mit 450 Jahren).
Ich ging auf ihn zu, da er mich nun auch anstarrte, Ich stellte mich vor, wohl wissend  das er mich kannte, wie jeder andere, und fragte ihn was hier passiert ist und nun geschieht.
Er schaute mich mit einem Hauch von Mitleid an, und sprach mit einer, für einen Zentauren, hohen Stimme: „Nun Deran, wie du weißt bin ich eines der Orakel...
Ich kann Flüche brechen, sie weben und Visionen von der Zukunft erhalten...
Ich bekam in dieser Nacht eine Vision... Ich sah eine Horde von Orks, vielleicht fünftausend Orks. Sie rannten in Richtung Tenar, und sie haben die Stadt verwüstet, jeden abgeschlachtet den sie fanden. Sie plünderten und steckten eure Häuser in Brand.
Ich habe auch gesehen, wann dies passiert...“
Ich starrte ihn an, und fragte ihn, wann es soweit sein wird.
„Deran... Es wird schon morgen sein...“
Ich starrte ihn nun mit weit aufgerissenen Augen an.
Ich war entsetzt, ich bin es in diesem Moment immer noch...
Mir war klar, wie die Antwort heißen würde, doch ich fragte ihm trotzdem, ob man denn nichts könne. Er war der Ansicht, das man die Händler und Besucher der Stadt warnen sollte, sie sollten schnell fliehen. Ebenso wie die Zentauren sollen wir es machen.
Ich bedankte mich bei ihm und rannte auf schnellstem Wege nach Tenar.
Ich schrie alle Leute an, denen ich begegnet bin, sie sollen fliehen, die Orks kommen Morgen auf Teran gestürmt. Doch sie lachten mich aus und beschimpften mich.
Ich ging also nach Hause, und schreibe nun die Geschehnisse vom heutigen Tage auf.
Ich werde nicht fliehen, wohl wissend, das die Menschen hier eines Sinnlosen Todes sterben.
Ich habe keine Familie mehr, ich war nie verheiratet und meine Eltern sind schon vor langer Zeit gestorben. Mit meinen 53 Jahren habe ich vieles erlebt, doch noch lange nicht genug.
Es wird Zeit sich in Nachtruhe zu begeben. Morgen steht mir der härteste Tag meines Lebens bevor...

Gez. Deran Saldarte


Man sucht noch immer nach seinen Restlichen Aufzeichnungen, die in der ganzen Stadt verteilt liegen. Es wird erhofft, das sie nicht den vielen Bränden zum Opfer vielen, die die Orks gelegt haben.


Autor: JohnMandrake