Autor Thema: Sel kestal -- Lorith whol usstan  (Gelesen 1626 mal)

Offline Animula

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Sel kestal -- Lorith whol usstan
« am: 02. Juni 2014, 01:32:39 »
Elteran....

Viel wurde unter den Flüchtlingen in der Eisfeste über diese Stadt erzählt. Es hatte mich neugierig gemacht...

Die Ältesten der Dragon Riders  hatten es noch nie leicht im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.....aber momentan war ein...nun, sagen wir ausgeglichenes Kräfteverhältniss eingetreten...ich konnte ohne schlechtes Gewissen dem Drang meiner Neugierde nachgehen....

Die Zeit war spät als ich am Tor der Stadt ankam. Nichtsdestotrotz stellte sich mir sogleich eine der Wachen entgegen, die ihren Dienst an den imposanten Mauern der Stadt versahen...

"Euer Begehr Fremder..."

Die Narbe, die ich seit meiner Kindheit über dem rechten Auge trug fing leicht rötlich zu glimmen an...in der Dunkelheit der Nacht mochte dies unter anderem auch für das diabolische Erscheinungsbild verantwortlich sein, dass ich der Wache hinterließ. Ich wollte aus Rücksicht und Respekt vor den Einwohnern der Stadt auch keine Illusionsmagie anwenden und spiegelte der Wache deswegen auch kein Trugbild vor.

Schmunzelnd war mir bewusst, dass ich wohl einen seltsamen Eindruck auf die Wache hinterließ...eine Gestalt, die plötzlich aus dem Dunkeln der Nacht auftaucht, umhüllt von einem schäbig ansehendem Mantel, das Gesicht unter einer Kapuze verborgen, die leicht rötlich schimmernde Narbe über dem rechtem Auge...

"Verzeiht mein spätes Ankommen. Ich sah die Lichter in der Dunkelheit und hatte Hoffnung auf einen trockenen, warmen Schlafplatz.
« Letzte Änderung: 02. Juni 2014, 01:40:42 von Animula »

Offline ThirdEye

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Antw:Sel kestal -- Lorith whol usstan
« Antwort #1 am: 06. Juni 2014, 15:05:24 »
Der Wachmann stand einige Sekunden recht regungslos dort, seine Mithrillanze in der rechten Hand, die Spitze gen Nachthimmel. Er hatte das aufglimmen der Narbe vernommen und wie es sein Arbeitskodex vorschrieb musste er nun nachfragen was es damit auf sich hatte - da dies sicherlich keine normale Wunde war.

"Nun, ein Schlafplatz soll euch nicht verwehrt werden. Allerdings.."
Er zögerte..
"hm.. Diese Wunde dort, über eurem Auge. Tragt ihr Dämonenblut in euch?"

Ein weiterer Wachmann hatte einen Teil der Unterhaltung mitbekommen und näherte sich nun ebenfalls den beiden. Die Klinge seines Schwertes blitzte im Mondlicht auf.

~~~ In einer Welt voll von mystischen Geschöpfen und unklassifizierbaren Kreaturen verlaufen die Grenzen zwischen den Arten schon einmal fließend. Telan schreibt zum Beispiel in seinen Büchern über die Götter, dass es Mischwesen geben kann. Halb Gott - halb Mensch, halb Mensch - halb Dämon, angeblich gäbe es sogar einen Klan tief in den Bergen von Tuley dessen Mitglieder sich in einem Ritual mit Hilfe von Drachenblut zu Halbdrachen erheben. Hin und wieder geschieht diese 'Evolution' allerdings auch ungewollt. So wurde letztes Jahr der Druide Vorenus auf einer Reise von einem Schattendämon angegriffen - nur so gerade eben konnte er sein Leben retten und den Dämon bezwingen. Während des Gefechts hatte er sich allerdings auf ungeklärte Weise mit dem Dämonenblut 'infiziert'. Wie genau das geschah ist bis heute ein Mysterium - eine Tatsache ist allerdings, dass Vorenus kurz danach aus Elteran verbannt wurde, da er seinen Körper und auch seinen Geist nicht mehr unter voller Kontrolle hatte.~~~

Offline Animula

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Antw:Sel kestal -- Lorith whol usstan
« Antwort #2 am: 23. März 2015, 20:42:00 »
Irritierend....

Die zeitlich verschiedenen und doch auf einer Art gleichzeitig ablaufenden Realitäten holten mich immer wieder ein.....ein Segen auf der einen Seite, konnte ich doch so manchmal einen wagen Blick auf das Schicksal anderer erhaschen.....ein Fluch auf der anderen, denn das Wissen um die Fehler anderer macht die eigene Existenz nicht wirklich einfacher....

Sei es,....dem verwirrten Blick der Wache und der drohenden Haltung des zweiten Wächters, der langsam näher kam zu urteilen war mein längeres Zögern der Antwort nicht unbedingt der Freundschaft förderlich....

"Verzeiht....ich bin......krank."

Mehr als dieser unglaubwürdige Satz fiel mir nicht ein, um das längere Stillschweigen zu erklären....

"Das Geheimniss meiner Narbe kann ich euch leider nicht offenbaren.....Es ist....keine Wunde, ich trage sie seit Geburt.
Ist es denn wichtig, ob sie dämonischen Ursprung wäre?....tragt ihr nicht selbst den Dämon der Neugierde in euch?
"

Schmunzelnd musste ich dies anbringen.....Dämonen....welch einfaches Wort um die Angst der Menschen vor dem unbekanntem zu umschreiben....

Bitte....lasst mich einen ruhigen Ort für die Nacht finden...vielleicht könnt ihr mir auch einen Ratschlag geben?...und...wenn eure Schicht zuende ist, zögert nicht, ich bin für gute und ehrliche Seelen auch durchaus in der Lage, dass ein oder andere Getränk zu spendiern...