Autor Thema: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika  (Gelesen 5509 mal)

Offline Hakuna

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Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« am: 05. Juli 2013, 21:02:18 »
Ich freue mich, nach einer längeren Zeit wieder einmal einen Foren-Geschichtenwettbewerb starten zu dürfen :-)

Das Kräuterlexikon in der Bibliothek von Elteran ist mittlerweile veraltet und unvollständig. Helft Dalaran zwei neue Lexika zu erstellen!

Zu folgenden Kräutern werden Einzelbeiträge gesucht:


Eisblume*            Giftmoos            Nebelkraut         Olganwurz         Yantiskraut


Mondfrucht         Sonnenbeere      Goldbeere         Takabeere

Jeder Teilnehmer soll einen Beitrag zu einem der Kräuter erstellen. Was benötigt die Pflanze um gut wachsen zu können? Welchen alchemistischen Nutzen besitzt die Pflanze? Gibt es vielleicht eine besondere Hintergrundgeschichte zum Namen, zur Herkunft oder zur Entdeckung? Eurer Phantasie sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt!
Stellt eure Texte einfach hier in dieses Thema.

Verlauf des Wettbewerbs:
- bis zum Sonntag, 28.7. können Beiträge hier im Thread gepostet werden
- aus allen eingereichten Beiträgen werden dann von einer Jury (bestehend aus Mila, Lucario und mir) maximal drei pro Kraut ausgewählt aus denen dann die Community die Sieger pro Kraut wählen kann
- die Umfrage wird wahrscheinlich 3 Tage dauern, danach werden die Sieger und Siegerbeiträge gekürt

Preise:
- für jeden Beitrag, der es bis in die Umfrage geschafft hat, bekommt der Autor einen Goldbarren
- für jeden Siegerbeitrag bekommt der Autor ein großes Kräuterbündel
- die Autoren, die mindestens einen Siegerbeitrag geschrieben haben, bekommen ein edles Notizbuch
- die Siegerbeiträge werden dann zwei offizielle Bücher der Elteraner Bibliothek bilden (die originalen Autorennamen werden ebenfalls erwähnt)

Regeln:
- Mehrfachteilnahmen sind natürlich möglich (also sowohl mehrere Beiträge für ein Kraut oder auch für mehrere Kräuter)
- auch wenn ihr frei in eurer Textgestaltung seid, richtet euch bitte einerseits nach Möglichkeit an dem grundsätzlichen Stil der anderen beiden Kräuterlexika (Band 1, Band 2) und andererseits an anderweitig im Spiel bereits existierende Informationen zu dem Kraut, zu dem ihr schreiben wollt (z.B. Itembeschreibung, Itembild, etc.)
- eine echte Wortbegrenzung möchte ich nicht geben, ein Beitrag sollte jedoch auch nicht zu kurz oder zu lang sein. Als Richtwert könnte so 400-600 Wörter dienen
- Grundregeln der Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung sollten eingehalten werden
- Bitte gebt euren Spielernamen an, falls er von euren Forennick abweicht
- Wir behalten uns vor, minimale Änderungen an den Siegertexten vorzunehmen (z.B. um sie gut in das Gesamtwerk des Buches einbinden zu können)

Zwecks Übersichtlichkeit bitte ich alle Fragen, Kommentare und andere Posts außer eingereichten Beiträge in den dazugehörigen Diskussionthread zu posten.

Viel Spaß beim Schreiben und ich freue mich auf viele interessante Beiträge :-)

*bei der Eisblume insbesondere ist zu beachten, dass es bereits ein Buch über die Hintergrundgeschichte bzw Legende gibt: Die Legende der Eisblume
« Letzte Änderung: 18. Juli 2013, 20:51:51 von Hakuna »

Alle Dunkelheit der Welt, kann nicht das Licht einer einzelnen Kerze löschen.

Offline Penthesilea

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #1 am: 06. Juli 2013, 12:49:25 »
Die Eisblume

Auch wenn es schwer zu glauben ist, dass in der eisigen Einöde rund um den Frostsee im Nordosten von Elteran überhaupt Pflanzen wachsen, täuscht dieser Eindruck. Außer Tolwarknospen sind hier alle bekannten Kräuter zu finden, wenn auch in geringer Zahl. Das spezielle Klima dieser Landschaftsform hat jedoch eine besondere Pflanze hervorgebracht, welche man im übrigen Arthoria vergebens sucht: Die Eisblume. Sogar im Gebiet um den Frostsee herum ist sie ausgesprochen selten anzufreffen. Es gehört schon eine gute Portion Glück dazu, ein Exemplar zu finden. Das liegt unter anderem daran, dass Eisblumen hervorragend an ihre Umgebung angepasst sind. Ihre filigranen, gefiederten hellblauen Blüten bemerkt zwischen Eis und Schnee nur, wer ganz genau hinschaut. Zudem wachsen sie nicht in Gruppen, sondern als Solitärpflanzen stehen sie einzeln und in großen Abständen voneinander. So verwundert es nicht, dass es häufig die Begleiter der Magier sind, Irrlichter und Nebelkrähen, welche mit ihren nichtmenschlichen Sinnen die seltenen Eisblumen aufspüren. Besser als Menschen vermögen sie, die eigenartige Kälte, welche von diesen Pflanzen ausstrahlt, wahrzunehmen.
Man kann Eisblumen jedoch nicht nur im Gebiet um den Frostsee finden, sondern es ist auch möglich, sie in Kämpfen den dort lebenden Wesen abzunehmen. Sehr selten kann man sie auch einmal bei einem Paladin des Wassers finden, welchem man in der Halle der Elemente begegnen kann, die Paladine allerdings holen sich die Eisblumen ebenfalls aus dem Frostseegebiet.Es wird vermutet, dass sie, wie manche Lebewesen des Frostsees, Eisblumen bei sich tragen, um die Wirkung ihrer Kampfkraft zu verstärken.
Bringt man eine Eisblume in eine wärmere Umgebung, stellt man fest, dass sie keinerlei Wärme anzunehmen scheint. Hier wird selbst für den Menschen offensichtlich, dass die Eisblume die ihr eigene Kälte stets beibehält. Woran das liegt, konnte selbst in endlosen Versuchsreihen in den Laboratiorien der gelehrtesten Botaniker Elterans noch nicht herausgefunden werden. Jedoch entdeckten die Wissenschaftler bei diesen Experimenten neue Rezepturen, welche unter Beimischung von Eisblumen einem Magier hervorragende Dienste leisten. So verwendet man die Eisblume beispielsweise, um Eiswein herzustellen, indem man sie gewöhnlichem Guljakwein beimischt. Der Eiswein stärkt für einige Zeit die Verteidigung des Konsumenten. Noch frappanter ist die Wirkung des Elixiers der Vereisung, welches durch Vermengen von Soragepilzen und Jorugawurzeln mit der Eisblume entsteht. Bei längerem Kontakt mit der Luft entwickelt die Flüssigkeit eine exteme Kälte und schädigt dadurch fast alle Lebewesen, mit denen sie in Berührung kommt und kann somit von Magiern in Kämpfen benutzt werden.
Obwohl  die bekannte Legende über die Tränen Ismerias das Vorkommen dieser Pflanzen im Frostseegebiet erklärt, wird im Nachbarland jenseits der Grenzen Arthorias noch eine andere Legende erzählt, die mir auf meinen Reisen zugetragen wurde und die ich den interessierten Lesern nicht vorenthalten will.
Als die Götter einstmals Sadek überwanden und ihn zur Strafe für seine Anmaßung in Ketten an den Grund des Frostsees banden, wo er noch heute als Herz des Sees Reisende erschreckt und Magier angreift, bat er sie um Gnade, gelobte Reue und Besserung. Curulum glaubte ihm nicht, Teraja jedoch, deren Anhänger Sadek zuvor als Kedas gewesen war, hatte Mitleid und wollte ihn begnadigen. Heraios fand sich bereit, Sadek zu prüfen. Sie übergab ihm eine einzigartige Blume, welche zugleich über eisig blaue sowie feurig rote Blätter verfügte und sprach: "Nimm diese Blume und halte sie fest.Sie wird uns deine wahre Gesinnung verraten." Sadek griff nach der Blume, und während er sie in Händen hielt, verwandelte sie sich unter den erkennenden Augen der drei Götter in eine Eisblume. Bitter enttäuscht wandte sich Teraja von ihm ab, während Curulum und Heraios die Strafe an ihm vollzogen. Deshalb wachsen noch heute Eisblumen am Frostsee und Magier, die das Herz des Sees im Kampf besiegen, erhalten gelegentlich als Trophäe eine solche Eisblume. Diese Blumen sollen mit ihrer dauerhaften Kälte an die immerwährende Bosheit Sadeks erinnern und an die Macht der Götter, welche in einem jeden von uns die wahre Gesinnung zu erkennen vermögen.

Penthesilea
« Letzte Änderung: 08. Juli 2013, 16:53:16 von Penthesilea »
Wo ein Wille ist, da ist auch ein Problem.

Offline Ranthoron

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #2 am: 06. Juli 2013, 21:29:58 »
Goldbeere

Ich war mit einer kleinen Gruppe in der Wüste von Taurun unterwegs, ohne neue Erkenntnisse gewinnen zu können. Auf dem Rückweg rasteten wir in der Nähe eines Turmes, der anscheinend komplett aus Gold bestand. Während wir unser Lager aufschlugen, meinte einer meiner jüngeren Begleiter, der noch ein ziemlicher Hitzkopf war, das seltsame Gebäude untersuchen zu müssen.

Während meine Begleiter das Abendmahl vorbereiteten, streifte ich rastlos durch die Gegend, und stieß auf eine Schlucht, in der (wie ich meinte) Guljakbeerensträucher wuchsen. Leider war die Schlucht zu unzugänglich für mich, also kehrte ich zum Lager zurück. Allerdings schienen die Früchte im Licht der untergehenden Sonne gülden zu schimmern...

Dort traf auch bald der junge Begleiter, der mit einer unglaublichen Geschichte von einem goldenen Kämpfer zurückkam, den er besiegt hätte, der aber dennoch von den Toten auferstanden sei. Als meine sonstigen Begleiter ihn als Aufschneider bezeichneten, zog er als Beweis etwas hervor, das auf den ersten Blick wie eine Guljakbeere aussah, allerdings hatte sie eine ungewöhnliche, goldene Schale. Spontan beschloß ich, das Lager noch einen weiteren Tag bestehen zu lassen, um die ungewöhnlichen Früchte untersuchen zu können. Meine Begleiter teilten sich in die Kampfeslustigen auf, die über den Turm an weitere Früchte gelangen wollten, und die besonneren, die mich mit Seilen in besagte Schlucht herabließen, damit ich die Pflanzen direkt untersuchen konnte.

Tatsächlich konnte ich auf diese Art genügend Material für weitere Untersuchungen sichern, und die Kämpfer bestätigten die Erzählung des ursprünglichen Kämpfers. Zufrieden kehrten wir von dieser ansonsten erfolglosen Expedition zurück.

Die Pflanze erwies sich wirklich als Abart des Guljakstrauches, allerdings wiesen die Früchte einige Besonderheiten auf: schien die erste Beere meinen Hitzkopf zu schwächen, waren die weiteren um so erfrischender, und schienen ihn sogar über das normale Maß hinaus zu stärken.

Selaya, die ich um Hilfe bat, konnte ein paar erstaunliche Rezepturen auf Basis dieser Früchte erstellen. Auch Telan zeigte starkes Interesse, so daß ich noch eine Expedition zum Turm führte, die mehr Früchte für die beiden besorgen sollte.

Meine Theorie (die ich leider noch nicht weiter vertiefen konnte) ist, daß die Magie, die dafür sorgt, daß der Turm unverändert stehen bleibt und seine Wächter (wie ich sie in Ermangelung einer anderen Bezeichnung nennen werde) von den Toten auferstehen läßt, auch die Guljakbeerensträucher in der Umgebung und damit ihre Heilkraft verändert hat. Leider hat sich nach meiner letzten Expedition zum goldenen Turm ein Erdrutsch ereignet, der den Zugang zur Schlucht versperrt, so daß die einzige Möglichkeit, an weitere Exemplare zu kommen, darin zu bestehen scheint, die goldenen Wächter zu bekämpfen.

[Edit: ein paar "Tatsächlich" zu viel]
« Letzte Änderung: 08. Juli 2013, 12:44:58 von Ranthoron »

Offline Osodo

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #3 am: 07. Juli 2013, 16:13:32 »
Olganwurz, Die

Die Geschichte der Olganwurz ist eine Geschichte vieler Gerüchte und Mythen.
Die älteste dieser Geschichten ist handelt vom Krieg gegen die Goblins geführt von Heraios höchst persönlich, allerdings ist die einzige verbliebene Überlieferung eine Kindergeschichte deren historische Genauigkeit stark angezweifelt werden kann. Sie kann in etwa so aus der fast vergessenen Sprache der ersten Menschen übersetzt werden:

Der zarte Spross der ersten Menschen schwand,
die bösen Diener Curulums nahmen überhand.
Schwach an Stärke aber Stark an Zahl,
sind die Goblin mit einem Kopf ganz kahl.
(Anmerkung des Übersetzers: Dieser lyrische Trick wurde vermutlich genutz um das geschichtliche Vermächtnis den Kindern näher zubringen, da es allgemein bekannt ist das Goblins sehr wohl Haare haben, diese aber vor grossen Schlachten häufig abrasieren und ihre Schädel einölen um die Gegner mit dem Glanz zu blenden. Da keine anderen Diener und Kämpfer auf Seiten Curulums erwähnt werden ist anzunehmen, dass die Goblins zu dieser Zeit seine Hauptstreitmacht darstellten.)
Vor dem Fall der letzten Festung,
kam Heraios den Menschen zur Rettung.
Mit ihm Schlug die Natur zurück mit aller Kraft,
und entzog den Goblins all ihren Saft.
(Anmerkung des Übersetzers: Die Gelehrten streiten sich zur Zeit noch ob es nur eine Metapher sein soll oder tatsächlich eine Austrocknung der ganzen Körper zur Folge hatte. Eine sehr kleine Gruppe ist jedoch der Meinung das es sich um die Strafe für den Diebstahl von Takabeerensaft handeln könnte, zu Zeiten der Texterstellung das beliebteste Getränk unter Kindern, die so eine direkte Ablehnung von Goblins aufbauen sollten.)
Das Volk der Goblins war zerschlagen,
nie wieder eine Gefahr sie würden wagen.
(Anmerkungen der Übersetzers: Auf verschiedenen Textseiten sind vertrocknete Goblinkörper zu sehen, deren Gestalt an die Olganwurz erinnert, aber ein Zusammenhang ist nicht nachweisbar.)

Eine andere Geschichte besagt das beim Tod eines Baumgolems, sein Seele verstärkt durch den Stein des Waldes im Erdreich gebannt wird. Da einige Abenteurer berichten nach erfolgreichen Kämpfen im Heckenlabyrinth Olganwurz gefunden zu haben, gibt es zumindest einige Indizien, die diese These unterstützen, hinzu kommt dass die magische Stärke der Steine immer weiter sinkt und zugleich öfter als noch vor wenigen Jahren Olganwurz gefunden werden.

Fest steht nur, dass die Olganwurz sehr mächtig und rätselhaft ist und ihre Rätselhaftigkeit nur durch ihre Macht übertroffen wird.
Aufgrund dieser Macht wird sie benutzt um magische Spiegel herzustellen und in Pulverform als Hauptzutat für sehr starke Tränke verwendet, deren Wirkung sich durch etwas Olganpulver teils enorm steigert und teils eine ganz andere Wirkung herbei führt.
Das Pulver selbst lässt sich sehr einfach herstellen, da die Olganwurz sehr empfindlich ist und sich beim geringsten Druck zuweilen sofort in Pulver auflöst (erstaunlicherweise geschieht dies auch mit in Alkohol eingelegten Wurzen und der Alkohol kann im Pulver nicht mehr nachgewiesen werden).

Offline Ranthoron

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #4 am: 08. Juli 2013, 11:26:40 »
Giftmoos

Ich habe verschiedene Geschichten über das Giftmoos gehört; einige behaupten, daß das Moos seine Giftigkeit durch das Leichengift der Moorleichen erhält; andere sagen, daß das Moos dafür zuständig ist, daß aus verirrten Tieren Geisterwölfe und Geisterschlangen entstehen.

Tatsache ist, daß die Rezeptur für schleichendes Gift auf Millenius zurückgeht, und in seinen Aufzeichnungen habe ich auch folgende Abschnitte gefunden:

...konnte ich feststellen, daß ich Giftmoos züchten konnte, indem ich Überreste von Goblins in Wasser ziehen ließ, bis sie anfingen sich zu zersetzen, und das Moos damit besprengte. Allerdings war der Giftstoff nicht so stark ausgeprägt wie bei Wildwuchs. Ich muß diese Versuchsreihe bei Gelegenheit mit anderen Überresten fortsetzen...

...beobachtete einer meiner Assistenten, daß ein Wolf sich in der Nähe eingegraben hatte. Tatsächlich konnte ich das Tier mit ein paar Fleischbrocken in einen Käfig in meinem Privatlabor locken. Zunächst versuchte ich, sein Fleisch mit Giftmoos zu versetzen, aber er verweigerte die Aufnahme. Da ich noch keine Möglichkeit gefunden hatte, das Gift aus dem Moos zu extrahieren, fütterte ich ihn normal weiter. Leider baute das Tier immer weiter ab, und es verstarb, bevor ich meine Methode komplettiert hatte. Nachdem ich den Körper entsorgt hatte, vermeinte ich, das geisterhafte Abbild des Wolfes auf seinem Lager zu sehen, was ich jedoch als Halluzination abtat. Als ich den Käfig säuberte, fiel mir allerdings auf, daß ein Gutteil seines Lagers aus selbstgezüchtetem Giftmoos bestand. Hoffentlich komme ich wieder an einen Wolf...

Offline Tasmi

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #5 am: 08. Juli 2013, 16:11:30 »
Goldbeere

Für Leute, die Goldbeeren nicht kennen, ist eine Zeichnung dieser wundersamen Beere eine Zeichnung einer Guljakbeere mit anderer Farbgebung. Genauso werden sich solche Leute über Händler, die diese Beere anbieten denken, dass diese sie veräppeln wollen und sehen in der Goldbeere eine golden angemalte Guljakbeere. Vielleicht vermuten sie, dass es zu der Verkaufsstrategie gehört, um den Leuten Gold ab zu nehmen und werden dankend ablehnen. Allerdings ist es nicht so leicht eine Goldbeere her zu stellen, wie eine Guljakbeere golden an zu malen und im Vergleich merkt man, dass durch das Anmalen einer Guljakbeere, das kaum eine Änderung bewirkt, und einer Goldbeere und ein merkbarer Unterschied besteht. Neben dem leicht veränderten Geruch, der kundige erkennen lässt, ob es sich um eine echte Goldbeere handelt oder nicht gibt es einen Unterschied in der Wirkung: Während eine Guljakbeere nach einiger Zeit keine regenerative Wirkung zu zeigen scheint eine Goldbeere noch geringfügig belebende Wirkung zu zeigen. Wie weit diese reicht ist aber nicht bekannt. Allerdings bremst diese Beere merklich Leute, die sich über das normale Maß erholten. Diese Eigenschaften macht sie in Tränken mit Goldbeeren unersetzlich, da es keine vergleichbare Zutat gibt, die zu einer gleichen Wirkung führen würde.

Wer sie sucht sollte sein Glück in einem ebenfalls aus Gold bestehendem Turm versuchen. Diesem scheint eine magische Kraft inne zu wohnen, da er sich nicht abtragen lässt. Sucht man nach Informationen zur Entstehung des Turms stößt man nur auf Erzählungen und Legenden.
Man hörte allerdings auch von Gilden, die nach einer erfolgreichen Beschwörung und dem Besiegen des beschworenen Wesen Goldbeeren gefunden haben wollen.

Wie Goldbeeren entstanden sind ist nicht geklärt. Es gibt Vermutungen, dass es durch die Magie des Goldtrum veränderte Guljakbeeren sind. Auch scheint es es möglich dass sie die Goldwächter verändern. Womöglich versuchen sie so die Beeren so nach der Ernte besser zu konservieren.
Mancher ist auch davon überzeugt, dass es sich um eine Unterart der Guljakbeeren handelt, die womöglich nur in der Nähe oder im Goldenen Turm wächst. Funde eines Goldbeerenstrauches ist aber nicht bekannt. Es gibt aber noch keinen, der bei der Forschung nach dem Ursprung dieser Beeren oder der Herstellung einen Durchbruch erzielen konnte.

Bei besonderen Anlässen werden Goldbeeren gerne in besseren Kreisen angeboten.

In der Alchemie findet sie bisher in zwei Tränken Verwendung. Vielleicht werden Alchemisten weitere Anwendungsmöglichkeiten finden, die bisher noch nicht bekannt sind. Bei dem einem Trank unterstützt sie die aufklarende Wirkung des Trankes durch seine nähe zu einem normalem bis etwas besseren Zustand einer Person. In der anderen kommt vermutlich die Einflussnahme bei voller Gesundheit zu tragen, da er in Kämpfen dafür sorgt, dass belebte Leute dem Gegner je nach Ausmaße dieser schaden können. Bei Leuten die zu der Zeit der Einnahme nicht über ein normales Maß erholten scheint dieser Trank nichts zu bewirken.


Anmerkung: KEIN Teil des Beschreibungstextes:
Im Wiki steht geschrieben, dass man auf maximale Lebenspunkte zurück fällt, wenn man eine Goldbeere nutzt und mehr als maximal hat. Dementsprechend habe ich das Ende des ersten Abschnitts geschrieben.
Edits: Anmerkung verbessert. und den Gegenstand genannt, um den es geht, damit man es besser zuordnen kann
« Letzte Änderung: 08. Juli 2013, 23:20:06 von Tasmi »

Offline Penthesilea

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #6 am: 08. Juli 2013, 18:31:45 »
Die Mondfrucht

Magier, welche des Nachts über die Blumenwiese wandeln, bekommen es früher oder später mit Schattenraupen oder Schattenmotten zu tun. Sofern sie diese besiegen, finden sie möglicherweise bei dem getöteten Gegner eine einzelne Mondfrucht.
Diese Mondfrüchte wachsen auf sehr selten vorkommenden Bäumen, welche meist allein inmitten einer Lichtung stehen. Wer das Glück hat, in klaren, mondhellen Nächten einen solchen zu finden, möge unbedingt darunter verweilen und sich der Schönheit der Reflexionen des Mondlichts auf den Früchten hingeben. Zuweilen geschieht es dann, dass sich die Mondstrahlen zu verfestigen scheinen und ein Schattensplitter herabfällt.
Bis heute hat niemand herausgefunden, woher, wo doch diese Mondfruchtbäume hierzulande so selten sind, die Schattenmotten und Schattenraupen die Mondfrüchte haben, die sie bei sich tragen, da es unmöglich ist, sie zu verfolgen. Sobald es tagt, entschwinden sie den Blicken und sind wie vom Erdboden verschluckt. Die geheimnisvollen Früchte allerdings wurden im botanischen Institut der Hochschule für Magie zu Elteran eingehend untersucht.
Sie sind recht groß, glänzen blauschwarz und scheinen stets ein wenig Licht zu reflektieren. Schneidet man sie auf, wird dunkelrotes Fruchtfleisch sichtbar, und in der Mitte ein tiefschwarzer Kern. Das Fruchtfleisch ist ungenießbar, jedoch kann man es erhitzen und mit anderen Zutaten zusammen verwenden, um Mondkapseln herzustellen. Auch diese sind nicht zum Verzehr gedacht. Die den Mondfrüchten innewohnende Magie bewirkt je nach Bündniszugehörigkeit des Magiers, der von einer solchen Kapsel getroffen wird, einen Zuwachs oder einen Verlust an Lebenskraft zugunsten der Anhänger der Dunkelheit. Magier und Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck daran, den Mondfrüchten ihre Geheimnisse zu entreißen und herauszufinden, auf welche Weise ihre magischen Kräfte entstehen.
Wie so oft, während die Wissenschaft noch im Dunklen tappt, wissen die uralten Legenden eine mögliche Antwort zu geben:
Vor langer, langer Zeit, kam ein junger Reisender nach Elteran und begann die Ausbildung zum Magier. Tagsüber lernte er fleißig und absolvierte seine Übungskämpfe, des Nachts jedoch wanderte er mit unbekanntem Ziel aus der Stadt heraus und kam immer erst im Morgengrauen zurück. Niemanden wunderte, dass dieser Nachtwanderer sich dem Bündnis der Dunkelheit anschloss, doch je weiter er als Magier fortschritt, desto merkwürdiger verhielt er sich. Weder schloss er sich einer Gilde an noch hielt er sich eine Nebelkrähe. Seine Mitlernenden und Nachbarn rätselten herum und versuchten, ihn auszufragen. Er antwortete stets überaus höflich, verriet jedoch nichts über seine nächtlichen Aktivitäten. Und so schmiedeten die Neugierigen einen Plan, um mehr über den geheimnisvollen Mann herauszufinden.
Eines Abends nachdem er sich bei der Stadtverwaltung sein Zertifikat abgeholt hatte, sprachen sie ihn an und überredeten ihn, sie in die Taverne zu begleiten, wo sie ihn nach allen Regeln der Kunst betrunken machten. Der junge Mann, welcher keinen Alkohol gewöhnt war, verlor alsbald die Kontrolle über sich und wurde fröhlich und gesprächig. Und so kam es, dass er schließlich seinem Nebenmann auf die Frage, wo er sich denn des Nachts immer herumtreibe, aufrichtig antwortete: "Des Nachts fliege ich mit meinem Drachen zum Mond." Auf ungläubiges Staunen folgten Hohn und Spott, und so sehr der junge Mann auch beteuerte, die Wahrheit zu sprechen, sie wollten ihm nicht glauben. "Beweise es doch!", forderte schließlich der Rädelsführer, und der in die Enge getriebene junge Magier wusste sich nicht anders zu helfen als ihnen zu gestatten, ihn zu begleiten.
In der darauffolgenden Nacht (nachdem der junge Mann seine Kopfschmerzen, die von dem ungewohnten Trinkgelage herrührten, auskuriert hatte) führte er die mutigsten seiner Magierkollegen vor die Mauern von Elteran, geleitete sie zur Blumenwiese und rief seinen Drachen herbei. Voller Schrecken und Bewunderung sahen sie ihn das mächtige Wesen besteigen und Vorbereitungen zum Abheben treffen.
"Warte!", rief da der Anführer der Neugierigen. "Zwar haben wir den Drachen gesehen, doch weshalb sollen wir dir glauben, dass du auf ihm zum Mond fliegst?"
"Zum Beweis werde ich euch vom Mond etwas mitbringen, was es hier nicht gibt", versprach der junge Mann, woraufhin der Drache abhob und mit ihm in den Nachthimmel entschwand.
Lange warteten sie, aber ihre Geduld wurde belohnt. Kurz vor Monduntergang kehrte der junge Fremde zurück, entließ seinen Drachen und überreichte den Magiern einen Korb voller seltsamer, dunkler Früchte. "Das sind Mondfrüchte", erklärte er. "Sie können den Anhängern der Dunkelheit wertvolle Dienste leisten." Staunend reichten sie die Früchte herum, befühlten und berochen sie, und zuletzt holte einer von ihnen ein Messer hervor und schnitt eine der Früchte entzwei. Er teilte sie gerecht in gleichgroße Stücke und reichte sie seinen Gefährten.
Mit einem bedauernden Lächeln sah der junge Drachenreiter, wie sie sich umgehend in Schattenmotten und Schattenraupen verwandelten. "Es tut mir Leid", sagte er leise, "aber da ihr mein Geheimnis kennt, kann ich euch nicht gestatten, nach Elteran heimzukehren." Traurig wandte er sich ab und ließ sie auf der Blumenwiese zurück. Im Morgengrauen kam der Drache, ergriff die Verwandelten mit den Klauen und trug sie hinauf in den Himmel, zum Mond.
Dort leben seither sie und ihre Nachkommen. Von dort kommen sie jede Nacht mit dem Drachen zurück auf die Blumenwiese, wenn ihr Heimweh nach Arthoria zu stark wird. Jedem Magier, der sich zufällig oder absichtlich auf die Blumenwiese verirrt, versuchen sie verzweifelt, von ihrem Schicksal zu berichten, doch ihre Annäherung wird von jenen als Angriff verstanden. Auch die Monfrüchte, welche sie hin und wieder mitbringen und die von den siegreichen Magiern gefunden werden, geben niemandem Aufschluss über das Geschehen.
Der junge Drachenreiter jedoch hatte aus dem Vorfall gelernt. Er schenkte seinem Drachen die Freiheit, ließ sich für immer in Elteran nieder und gründete schließlich im Gedenken an seinen fliegenden Gefährten und seine Heimat, den Mond, eine Gilde, die er "Luna Draconis" nannte Er wurde ein weiser, mächtiger Magier. Als er sein Ende nahen fühlte, ernannte er einen Nachfolger, ging ein letztes Mal zur Blumenwiese, rief den Drachen, hob ab und ward nie mehr gesehen.
Allein die Mitglieder seiner Drachenmond-Gilde bewahren bis heute das Wissen um die wahre Herkunft der Mondfrüchte und den Ursprung der Schattenmotten und Schattenraupen, doch hüten sie sich, darüber zu sprechen, wissen sie doch, wohin es führen kann, ein Geheimnis zu verraten.

Penthesilea
« Letzte Änderung: 09. Juli 2013, 15:20:14 von Penthesilea »
Wo ein Wille ist, da ist auch ein Problem.

Offline Ranthoron

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #7 am: 09. Juli 2013, 11:37:45 »
Takabeere

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, daß die Lieblingsfrucht unserer Kinder, die Takabeere, nicht in der Umgebung von Elteran zu finden ist. Sicherlich war sie in früheren Zeiten hier ansässig (siehe auch meine Anmerkungen zur Olganwurz)¹; fest steht, daß seit Jahren niemand in einem der Sammelgebiete der Umgebung einen Takabeerenstrauch gesichtet hat.

Auch der Händler bietet diese Frucht nicht an, was ich aber eher darauf zurückführe, daß er damit nicht genug Gewinn machen kann. Das sieht man daran, daß der Wirt der Taverne, der immer einen Vorrat für den Ausschank von Takabeerensaft hat, sie gerne als Kleinpreis beim Krondall auslobt.

Orlin ist auf seinen Reisen auch auf Takabeerenbauern gestoßen, und konnte mir die idealen Wachstumsbedingungen nennen: am Rande eines langsam fließenden oder stehenden Gewässers, mit kalten Wintern und warmen Sommern, aber abseits von Wäldern. Das dürfte auch den Anbau im heimischen Garten verhindern.

Bei meinen Nachforschungen konnte ich feststellen, daß Milenius schon keine Takabeeren mehr vorfand; zu Sadeks (oder vielmehr Kades) Lebzeiten waren sie aber durchaus noch verbreitet.

Meine Vermutung lautet daher, daß die Takabeeren früher am Gestade des heutigen Frostsees anzutreffen waren, und daß die Sträucher die göttliche Katastrophe, die sich dort ereignet hat, nicht überstanden haben. Sonstige Kleinpopulationen dürften mit der Zeit eingegangen sein.

¹diese Anmerkung bezieht sich auf diesen Beitrag und muß ggf. entfernt werden.

Offline Gwaihir

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #8 am: 10. Juli 2013, 00:00:24 »
Nebelkraut
Dem  Zufall, nein vielmehr dem mißglückten Abenteuer eines unbekannten Magiers ist es zu verdanken das uns diese Pflanze heute bekannt ist.
Man dachte immer, dass die in dichtem Nebel liegenden Gipfel der Hochebene von Ral aufgrund der steilen Felswände nie erreicht oder gar erkundet werden könnten. Doch ein Zauberer verirrte sich bei seinen Abenteuer und Stand plötzlich einem Amadillo gegenüber. Geschockt und von der Kreatur überrascht verwechselte er  seine Zaubersprüche und blendete den Amadillo so stark, dass dieser orientierungslos und wutentbrand umher rannte.  In diesem Zustand stieß die Kreatur immer wieder mit seinem stark gepanzerten Körper gegen die Felswand.
Diese Stöße waren so stark, dass sich Risse in der Felswand bildeten und sogar größere Felsbrocken aus dem Nebel herab vielen.  Einer dieser Brocken erschlug dann schließlich auch den Amadillo.
Erleichtert diese Situation unbeschadet überstanden zu haben ließ sich der Zauberer kurz nieder um über seine weiteren Schritte nachzudenken. Doch als er sich gerade setzte, schaute er in Richtung Felswand und entdeckte einen Spalt in der Wand. Er ging näher und erkannte, dass der Spalt groß genug war um diesen zu beschreiten. Schließlich entdeckte er hinter dem Spalt ein Weg der in den Nebel hinein nach oben führte.
Behutsam tastete er sich Meter für Meter nach vorne bis er schließlich den Nebel erreichte, welcher so dicht war das er kaum noch seine Hand vor Augen erkennen konnte.
Mit  jedem seiner Schritte den er voran ging wurde der Nebel dichter und dichter bis er schließlich nichts mehr erkennen konnte, mit seinem Fuß an etwas hängen blieb und zu Boden fiel.
Da der Nebel am Boden nicht ganz so dicht war, sah der Magier wie der Nebel in einiger Entfernung scheinbar aus dem Boden heraus entstand. Er tastete sich an die Stelle heran und staunte nicht schlecht als er bemerkte das der Nebel nicht aus dem Boden heraus entstand sondern von einem nahezu durchsichtigen Kraut erzeugt wurde. Er nahm all seinen Mut zusammen und berührte die Pflanze. Als er schließlich merkte, dass sie scheinbar ungiftig war grub er dieses Exemplar aus um es zu einem erfahrenen Alchemisten nach Elteran zu bringen. Er staunte nicht schlecht, als er erkannte, dass die Pflanze auch außerhalb der Erde immer noch diesen Dunst erzeugt, wenn auch nicht mehr so stark wie vorher. Der Abenteurer entschloss sich nun dazu sich auf den Rückweg zu machen. Hierzu folgte er den leuchtenden Goldbeeren welche er zur Markierung seines Weges ausgestreut hatte und nun wieder einsammelte.
Als er dachte der Nebel sei vorbei und er endlich wieder auf bekannten Wegen erschien plötzlich eine Gestalt im Nebel vor ihm und griff ihn an.  Der Magier setze sich der Kreatur zur Wehr und konnte diese mit letzter Kraft besiegen bevor er erschöpft zu Boden sank.
Als er wieder zu sich kam befand er sich bereits innerhalb der sicheren Tore Elterans. Eine kleine Gruppe Magier hatte den Pfad durch die Felsen gefunden, war diesem ebenfalls gefolgt stieß, dabei auf den Abenteurer und entschloss sich dazu diesen schnell nach Elteran zu bringen.
Wieder zu Kräften gekommen nahm er seinen Beutel und machte sich auf den Weg zu Dalaran, welcher die merkwürdige Pflanze untersuchen sollte.  Dalaran staunte nicht schlecht als der Raum rasch in einen dichten Nebel gehüllt wurde nachdem diese aus dem Beuel gezogen wurde.
Nach einigen Experimenten gelang es ihm das Kraut in Verbindung mit Rauchkugeln nutzbar zu machen und die Wirkung dieser dadurch zu verstärken. Trotz intensiver Forschungsarbeit ist es jedoch noch nicht gelungen das Kraut für weitere Zwecke nutzbar zu machen geschweige denn es ggf. zu züchten, doch man geht davon aus das man noch einen oder mehrere Nutzen finden wird.
Heute machen sich immer wieder mutige Zauberer auf den Weg den schmalen Pfad zum Nebelgipfel hinauf um dieses außergewöhnliche Kraut zu finden. Doch es ist nicht ungefährlich denn wie man mittlerweile weiß verhüllt der Nebel auch einige bösartige Kreaturen so dass schon viele mutige Zauberer auf der Suche nach dem ungewöhnlichen Kraut ihr Leben lassen mussten.
Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen!!!

Offline Ranthoron

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #9 am: 12. Juli 2013, 13:37:14 »
Sonnenbeere

Um eines vorwegzuschicken: die Sonnenbeere ist keine Frucht!

Von daher gehört es ins Reich der Legenden, daß Sonnenbeeren dort wachsen, wo ein Lichtsplitter zu Boden fällt; dieser Mythos fußt wohl darauf, daß man auf der Blumenwiese gelegentlich ein solches Arrangement antreffen kann.

Wie ich inzwischen feststellen konnte, sind sie tatsächlich Essin-Eier!

Ich konnte beobachten, wie Essin-Arbeiter und Essin-Drohnen gleichermaßen Sonnenbeeren zum Reifen in die Sonne legten und (wahrscheinlich, um Wolkenzug zu überbrücken) einen Lichtsplitter beilegten.

Mit Telans Hilfe ist es mir gelungen, einen kleinen Golem zu erzeugen, der mir Bilder aus einem Essin-Bau verschaffen sollte. So konnte ich nachweisen, daß die Essin-Königin tatsächlich Sonnenbeeren legt!

Übrigens scheinen die Essin durchaus den Verlust ihrer Eier hinzunehmen, ihre Agressivität gegenüber Menschen scheint andere Gründe zu haben. Vielmehr konnte ich beobachten, wie ein Lichtschreck einige Sonnenbeeren gegen eine leuchtende Röhre eintauschte, während der Essin wartete! Hier scheint noch mehr Forschungsbedarf zu dieser Symbiose zu bestehen.

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #10 am: 17. Juli 2013, 11:34:02 »
Yantiskraut

Wer glaubt, dieses alte Kraut in einem seiner Streifzüge durch die Wälder finden zu können – so wie ich es am Anfang tat - der täuscht sich, denn Yantiskraut findet man, wenn überhaupt, nur an sehr trockenen und sonnigen Plätzen, wo Sie dann auch in größeren Mengen anzutreffen sind. Es zu finden ist schon eine Kunst für sich, mit Ihm umzugehen kann jedoch meist nur ein Alchemist, denn ein Unwissender würde dieses Kraut bereits beim Ernten vollkommen zerstören, da es nicht gerade widerstandsfähig ist. So wird dieses Kraut jedoch sehr gerne gezüchtet, da es durch einmalige entgiftende Wirkungen geprägt ist.

Man kann es an seinen Blättern erkennen welche dezent an Brennnesseln erinnern, nur das diese  eher strauchartiger wachsen und ihre Farben brauner und ausgetrockneter wirken, als würde es hier schon seit Jahrhunderten darauf warten, gepflückt zu werden.

Wer jetzt denkt das es schwer sei das Kraut zu verarbeiten, der täuscht sich, denn wer Fingerspitzengefühl zeigt und sich ein bisschen  für alchemistische Essenzen interessiert, kann bereits ein einfaches universell einsetzbares Gegengift herstellen, welches  alle bisher bekannten Gifte neutralisieren kann. Auch für einzigartige Tränke kann man dieses Kraut benutzen zudem können erfahrenere Alchemisten daraus ein Elixier herstellen, welches alle negativen Wirkungen auf den Fertigkeiten des Anwenders aufhebt.

Das ist jedoch nicht alles, fügt man dem Kraut mittels Hydration Wasser hinzu, kann man dies zu Yantisschleim weiterverarbeiten, welcher als  Zutat für eine gute Wundschutzsalbe verwendet werden kann. Nur sollte man nicht auf die Idee kommen es austrocknen zu lassen und es lieber schnellstmöglich verarbeiten, denn in Pulverform ist das Kraut vollkommen nutzlos.

Über die Herkunft und der Namensgebung lassen sich nur Vermutungen anstellen, doch bin ich mir sicher, dass es gut möglich wäre, das das Kraut noch vor den Göttern in Elteran vorhanden war, jedoch zu enorm größeren Mengen.

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Tenebrae sinistram Scripta

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #11 am: 17. Juli 2013, 12:11:04 »
Sonnenbeere

Diese eigenartige Beere bildet das Gegenstück zur Mondfrucht, welche ausschließlich tagsüber auf der Blumenwiese und ganztags im Dunkelwald gefunden werden kann. Sie ist ziemlich klein und hängt meist an saftig grünen Sträuchern, strahlt jedoch selbst in der Dunkelheit ein permanent kontinuierliches Licht aus, das einfach nicht erlöschen möchte. Umso mehr Licht dieser Beere zur Verfügung steht, umso größer und umso heller erstrahlen Sie.

Ich gehe davon aus, dass diese Beere während der Ihrer Wachstumsphase magische, Naturelle Energie aus dem Erdboden zieht, um somit das Licht fokussieren zu können. Warum Sie das tut und was damit bezweckt werden soll ist unklar, jedoch bilden mehrere Beeren in der Dunkelheit einen gutes Leitlicht, vielleicht ist das ein Anhaltspunkt.

Eine Eigenschaft ist, dass Sie denn Wesen des Lichts Lebensenergie spenden kann, eine andere ist das Sie im Gegensatz dazu den Wesen der Dunkelheit  Schaden zufügt indem Sie Ihnen Lebensenergie entziehen.

Ein einige Bastler haben sich diese einmalige Eigenschaft zu nutzen gemacht und eine sogenannte Sonnenkapsel gebaut, die mittlerweile ziemlich gerne bei Überfällen aller Art benutzt wird.
Einige Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wenn man Sonnenbeeren und Mondfrüchte zu Kapseln verarbeitet und diese vereint, das Ergebnis – die Kapsel der Zeitwende – dazu imstande ist, die Tageszeit im Dunkelwald sowie auf der Blumenwiese umzukehren, um Beispielsweise am Tag die Kreaturen der Nacht herauszulocken. Auch wenn dieser Effekt nicht stark genug ist um Intelligente Lebewesen wie Menschen zu täuschen erfüllt er doch seinen Zweck.

Daraus erschließt sich mir, dass die fokussierte Magie der Beere nur ortgebunden fungiert, was jedoch auch heißen müsste, das eine permanente magische Bindung zu diesem Ort bestehen müsste, die man eventuell sogar nutzen könnte, weiteres ist mir jedoch bis jetzt noch unklar.

Die neusten Nachforschungen haben ergeben, dass es sogar möglich ist in einer Zauberwerkstatt aus mehreren Kapseln der Zeitwende einige Anhänger herzustellen, welche an einem Amulett der Gestirne angebracht werden können und die regenerativen Fähigkeiten des Anwenders erhöht. Jedoch soll je nach Anhänger eine Gewisse Erfahrung von Nöten sein, wenn man Ihn an einer Kette anbringt.

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Offline YuseiFudou

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #12 am: 17. Juli 2013, 22:30:41 »
Giftmoos

Das Giftmoos ist eine sehr spezialisierte Pflanze, die nur im Sumpf von Gelan zu finden ist. Dort gedeiht das Moos besonders gut auf Wurzeln und Steinen, die etwas aus dem schlammigen Boden hervorragen, und scheint im Gegensatz zu anderen Pflanzen keine Probleme mit dem geringen Lichteinfall und der hohen Feuchtigkeit im düsteren Sumpf zu haben. Das Giftmoos selbst besitzt eine dunkelgrüne Farbe, die vermutlich dazu dient, die wenigen Sonnenlichtstrahlen, die den Sumpfboden erreichen, ideal zu verwerten.

Um den Sumpf von Gelan mit all seinen Bewohnern ranken sich viele Geschichten, was mich an dieser Stelle dazu bringt, die wohl bekannteste Geschichte zum Giftmoos wiederzugeben. Einst wie auch heute war das Land zwischen dem Sumpf und der Stadt Elteran von Bauernfamilien besiedelt. Eines Tages begab es sich, dass zwei junge Bauernjungen sich, trotz der Warnung ihrer Eltern, in den Sumpf begaben, um dort zu spielen. Es kam, wie es kommen musste: die Jungen verliefen sich in dem dunklen Sumpf und konnten den Heimweg nicht finden. So waren sie dazu gezwungen, die Nacht im Sumpf zu verbringen.
Als sie am nächsten Morgen erwachten, kamen die beiden Jungen vor Hunger fast um. Da geschah es, dass sie auf einem nahegelegenen Stein ein dunkelgrünes Büschel entdeckten, welches sie für ein essbares Kraut hielten.
Die Eltern sorgten sich seit den späten Abendstunden um ihre Kinder. Nachdem sie die Suche am vorherigen Abend auf Grund der voranschreitenden Dunkelheit abbrechen mussten, machten sie sich am nächsten Morgen zusammen mit den ersten Sonnenstrahlen auf den Weg in den Sumpf. Aber es war bereits zu spät, denn ihre Kinder hatten das dunkelgrüne Büschel bereits verspeist, ohne zu wissen, dass es sich um Giftmoos handelte, und waren an dem Gift des Krautes, welches nur sehr langsam wirkt, qualvoll gestorben. Diese Geschichte erzählen Eltern ihren Kindern noch heutzutage, um sie vor dem Sumpf und dem Giftmoos zu warnen.

Wie bereits in der Geschichte erwähnt, besitzt das Giftmoos ein starkes aber nur langsam wirkendes Gift. Diese Eigenschaft haben sich die Alchemisten Elterans zu Nutze gemacht und eine Methode gefunden, aus einem Giftmoos, einer Kuragknolle und einem Extrakt aus Soragepilzen ein tödliches Gift herzustellen. Weitere Verwendungszwecke für Giftmoos sind mir nicht bekannt. Einige dubiose Kräuterfrauen bieten ihre eigenen Tränke aus Giftmoos an, die gegen alle möglichen Leiden helfen sollen, aber von einem Gebrauch solcher Tränke rate ich dringend ab.
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Offline MajinPiccolo

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #13 am: 18. Juli 2013, 00:37:42 »
Dalarans Kräuterlexikon, Band 3

von Dalaran

Der dritte Band dieser Reihe beschäftigt sich mit einigen Kräutern der fortgeschrittenen Alchemie, sowie wichtigen Pflanzen, welche für ausgewählte Forschungsgebiete von Belang sind. Da diese Gewächse so selten oder nur in bestimmten, schwer zugänglichen Regionen der uns bekannten Welt zu erreichen sind, ist noch nicht sehr viel über sie bekannt. Bei diesen Kräutern handelt es sich um:
      1. Eisblumen
      2. Giftmoos
      3. Nebelkraut
      4. Olganwurz
      5. Yantiskraut
Kräuterkundige erfreuen sich an diesen Gewächsen besonders, da sie durch ihre Abgeschiedenheit und Seltenheit dementsprechend bei Handelsgeschäften vergütet werden und man sich ein goldenes Näschen verdienen kann.

Eisblumen

Durch meine Erkundungsreisen gelangte ich auch oftmals in den Norden Arthorias, wo man immer wieder auf eine Legende, die von Barden oder alten Geschichtenerzählern vorgetragen wurde, stieß. Die weitläufigste Erzählung dieser Geschichte wird im Buch mit dem Titel „Die Legende der Eisblume“ auch in Elterans Bibliothek geführt. In dieser traurigen Erzählung über eine verliebte Kaufmannstochter, deren Liebe nicht erwidert wurde, wird von den Tränen Ismerias oder auch landläufig den Eisblumen berichtet.

Eisblumen wachsen, wie der Name es schon sagt, vorzugsweise in Gebieten extremer Kälte und Eises, was auf unserem schönen Kontinent Arthoria besonders auf die Region um den Frostsee zutrifft. Die Eisblumen scheinen keinerlei Wärme aus der Umgebung anzunehmen, wodurch sie eine der wenigen Pflanzen sind, welche bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes sogar noch aufblühen und gedeihen.

Wenn man die Tränen Ismerias bzw. Eisblumen kurz beschreiben wollte, dann handelt es sich um eine wunderschöne, hellblaue Blume, von der eine eigenartige Kälte ausgeht. Bei einer Größe von circa zehn Zentimeter vom Boden aus sind die türkisfarbenen, beinahe blauen, Stiele des Gewächses jedoch nicht ansatzweise gefroren. Vielmehr scheint der Saft des Stieles eine Art Schutz für die Blumen vor den widrigen Bedingungen zu sein und gewährleistet somit die Grundversorgung der Pflanze mit Nährstoffen aus dem Boden. Der ausströmende Frost wird besonders von den tränenförmigen Blüten der Pflanze abgegeben. Nur sehr wenigen Leuten ist bekannt, dass die Eisblumen zu den Nachtschattengewächsen zählen, was ihnen in der Alchemie einen noch höheren Stellenwert bringt.

Alchemisten verwenden die Blüten speziell zur Herstellung von Elixieren der Vereisung, da in Verbindung mit bestimmten Reagenzien eine endotherme Reaktion stattfindet, welche die Wärme der Umgebung bindet und somit eine schockgefrierende Wirkung hat. Winzer oder Wirte hingegen schwören bei der Weinherstellung auf das Beimengen einer geringen Menge dieser Blüten um dadurch einen äußerst edlen und auch delikaten Eiswein herzustellen, der in jeder Region, ja selbst in Gaststätten rund um den Frostsee, geliebt und getrunken wird und dadurch auch schon manch einem Barden zum Verhängnis wurde.

Eine Besonderheit sei hier noch erwähnt, da es gehäuft zu Berichten kam, welche eine Kreatur beschreiben, die inmitten von Eisblumen sitzt und bei Erscheinen von Fremden verschwinden soll. Der Legende zufolge soll es sich um Ismeria selbst handeln. Skeptiker berichten jedoch, dass sich ab und zu ein Paladin des Wassers in die Frostsee-Region verirrt haben könnte und sich durch die Farbe und Ausstrahlung der Eisblumen magisch angezogen fühlt. Ob an diesen Gerüchten jedoch etwas dran ist, konnte man bisher noch nicht bestätigen.


Giftmoos

In den gemäßigten Zonen gibt es ebenfalls besondere Gebiete in denen man zu seiner eigenen Überraschung einzigartige Gewächse antreffen kann, welche auch nur an diesem einen speziellen Ort wachsen. Im Sumpf von Gelan wächst eine ganz besondere Moosart. Das sogenannte Giftmoos trägt seinen Namen nicht völlig ohne Grund und wird besonders von Arthorias Magiern im Kampf gegen zähe Gegner bevorzugt.
 
Giftmoos gedeiht einzig und allein in den Sümpfen von Gelan. Dort herrschen ideale Bedingungen, denn die Temperaturen schwanken zwischen 18° nachts und 25° tagsüber. Die Luft ist feucht und bietet somit nicht nur einigen Pilzarten, sondern auch diesem Moos ein wohliges Zuhause. Meistens ist es auf Steinen oder alten Baumstämmen beheimatet, in letzter Zeit aber auch immer häufiger an gesunden Bäumen oder zwischen den wenigen trockenen Grasflächen im Sumpf zu finden. Ob dies durch das vermehrt vorkommende Abtragen durch Sumpfbesucher verursacht wurde, konnte man bis jetzt noch nicht herausfinden.

Das Giftmoos kommt gewöhnlich in allen Größen vor. Bevor der Sumpf jedoch derart häufig von Magiern besucht wurde, waren teilweise sogar hektargroße Flächen von Moos vorhanden. Mittlerweile findet man am häufigsten viele kleine Stücke Giftmoos von bis zu dreißig Zentimeter Durchmesser  über die Gegend rund um den Sumpf von Gelan verteilt. Ein kleines Büschel dieses dunkelgrünen, giftigen Mooses reicht schon aus um seine Ziele zu erreichen, denn es ist bekannt für sein starkes, aber langsam wirkendes, Gift.

Häufig mit einem Spaten oder einer Gartenharke abgetragen hat dieses Moos jedoch noch keine giftige Wirkung, ehe der Saft mit den Schleimhäuten einer betroffenen Kreatur oder Person Kontakt hat. Der vorsichtige Magier sollte sich nach dem Abtragen also erst einmal gründlich die Hände waschen, bevor er sich an der Nase kratzt. Ein noch besseres Ergebnis erhält man jedoch, wenn man das Giftmoos aufkocht und den entstandenen Sud mit ein paar Zutaten verfeinert und zum, in Arthoria weitläufig in Umlauf befindlichen, schleichenden Gift perfektioniert. Sowohl als Flüssigkeit aufgenommen als auch durch seine giftigen Dämpfe eingeatmet, bereitet dieses schleichende Gift einem zähen Gegner für einen längeren Zeitraum arge Probleme und es gelingt ihm, das Zielobjekt zu schwächen oder sogar zu töten.

In Forschungslaboren benutzt man Giftmoos besonders gern zur Entwicklung der Spezialgebiete zum Seelenfänger oder Seelenjäger, da der Sud eine magische Eigenschaft besitzt, welche Seelen von Kreaturen besonders effektiv anlockt. Auch wird dadurch die Produktion des Elixiers des Trolls vorangetrieben, in welchem das Moos als Komponente benötigt wird, um die Bestandteile, die den menschlichen Körper durch das Trollblut belasten würden, zu neutralisieren.

Woher das Moos seine giftige Wirkung besitzt ist bisher noch ein Rätsel. Einerseits käme eine natürliche Entwicklung zum Schutz vor Feinden im Moorland in Frage. Andere Magier spekulieren es könnte etwas mit den Moorleichen zu tun haben, welche im Sumpf von Gelan langsam verrotten und das Giftmoos nimmt lediglich die Bestandteile dieser gegärten schwarzen Sumpfbrühe zu sich. So oder so ist es ein gefährliches Gewächs.


Nebelkraut

Ähnlich wie das Giftmoos findet man auch das sonderbare Nebelkraut nur in einer bestimmten Region von Arthoria. Läuft man ein wenig in Richtung der Gebirge würde man einige Wolken um die dort vorhandenen Gipfel als normales Wetterphänomen betrachten. In den Nebelgipfeln sollte man aber zweimal hinsehen, denn diese Wolkengebilde stellen sich als Nebel heraus und, wie man erst vor kurzer Zeit erfahren hat, als unnatürlich noch dazu.

Genau hier fühlt sich das Nebelkraut heimisch, eine einzig und allein hier vorkommende Art eines Nachtschattengewächses. Anders als die meisten Pflanzen liebt es das Nebelkraut in dieser luftigen Höhe zu gedeihen. Es braucht wenig Sauerstoff und nimmt überraschend viel Feuchtigkeit auf, was in den Nebelgipfeln nicht weiter verwunderlich sein sollte, jedoch hat dieses Kraut einen für Pflanzen evolutionären Schritt gemacht, denn es findet keinerlei Photosynthese statt!

Vermutlich deshalb ist dieses bis zu zwanzig Zentimeter hohe Gewächs farblich dem tristen Grau des Nebels in den Nebelgipfeln angepasst und ist auch nur ausschließlich dort zu finden. Neben den auffälligen ovalen Blättern und der grauen Farbe fällt einem beim Auflesen der Pflanze noch etwas auf: Man vermutet das Nebelkraut könnte der Grund dafür sein, dass es in diesem Gebirge überhaupt erst derart nebelig ist, obwohl der Nebel selbst eigentlich notwendig ist um die Pflanze auch in diesem felsigen Boden gedeihen lassen zu können. Womöglich deshalb leben in dem dichten Nebel solch merkwürdige Kreaturen wie die Nebelwürmer, erscheinen Wesen wie die Nebelgeister und entstehen Naturmysterien wie der Nebelkokon. Trotz allem erzeugt das Nebelkraut dauerhaft Nebel und das auch noch für einige Stunden nachdem sie aus dem Erdreich gerissen wurde.

Dies liegt vor allem an den chemischen Prozessen, welche sich in dem Kraut abspielen. Das Nebelkraut speichert sehr viel Flüssigkeit und benötigt nur wenig Sauerstoff. Durch die Verbindung mit dem Sauerstoff und einigen noch unerforschten Komponenten entsteht eine exotherme Reaktion. Durch den Sauerstoff heizt sich die Pflanze sozusagen selbst auf und gibt Wärme ab. Da sie aber so viel Flüssigkeit aufgenommen hat, verdunstet erst einmal ein Teil der Flüssigkeit bevor überhaupt etwas wie Wärme nach außen dringt. Dadurch erzeugt die Pflanze selbst Nebel. Wird das Kraut aus seinem Lebensraum gerissen und ins Tal gebracht, wo der Sauerstoffgehalt der Luft deutlich höher ist, dampft es durch den chemischen Prozess noch einige Stunden, bis die Pflanze dann endgültig aus dem Leben scheidet und nutzlos wird.

Jeder Magier mit einer gut ausgebauten Laborausrüstung und umfangreichem Wissen in alten Sprachen kann das Nebelkraut als Zutat verarbeiten. Die häufigste Anwendung findet Nebelkraut, wen sollte es verwundern, als Zutat bei der Herstellung von Nebelkugeln, welche den Gegner im Kampf im wahrsten Sinne des Wortes benebeln sollen.


Olganwurz

Wenn man durch Arthoria zieht, kann es überall geschehen, daß man früher oder später über eine sehr seltene und kostbare Wurzel stolpert. Wobei stolpern wohl übertrieben ist, denn man muss wirklich Glück haben um eine dieser Wurzel zu finden und noch mehr Glück um in diesem Moment auch noch eine Schaufel parat zu haben um an diese seltene Kostbarkeit aus der Erde zu holen.

Die Olganwurz ist auf dem gesamten Kontinent zu finden und sie braucht kein spezielles Klima um zu gedeihen. Jedoch ist sie äußerst selten zu finden und darum auch bei Händlern hoch im Kurs. Wenn man einmal über eine ihrer Wurzeln strauchelt sollte man sich gewiss sein, daß man eine Schaufel in seinem Wandersack dabei hat, ansonsten könnte die Bergungsaktion eine ganze Weile andauern.

Nur wenige Menschen behaupten sie wären ohne Schaufel auf eine Olganwurz gestoßen, gleichwohl muss man bezeugen, daß jene Leute meistens total verwirrt aus dem Heckenlabyrinth (oder dem nächsten Gasthaus in der Nähe) getaumelt waren und womöglich halluziniert haben. Selbst wenn ich persönlich einen Blick in dieses Labyrinth werfen würde, wovon ich jedem unerfahrenen Magier abraten muss, kann ich mir kaum vorstellen, daß an dessen Ende einfach so eine Truhe mit dieser Kostbarkeit dasteht und auf mich wartet. Aber nun weiter im Kontext...

Die weißen bis ins graue übergehenden Wurzeln der Knolle wachsen in alle Richtungen und sind mehr oder weniger nutzlos, weshalb sie beim Ernten auch meist abgeschlagen werden. Eine Erwähnung finden sie hier nur, damit der unbedachte Magier beim Wandern nicht einfach weitergeht, sondern ruhig einmal einen Versuch wagt an den Kern des Ganzen zu gelangen. Da sie sehr tief in der Erde wächst, ist diese „Zwiebel“ äußerst selten. Beschreibt man die Olganwurz selbst, ist sie eine kleine, tiefschwarze Knolle mit kleinen roten Punkten. Ihre Größe ähnelt mehr oder weniger der einer größeren Kartoffel.

Ebenso wie eine Kartoffel gibt die Olganwurz einen Wirkstoff preis, wenn man sie aufschneidet. Der Wirkstoff in diesen Knollen ist allerdings sehr stark, wodurch nur wenig benötigt wird. Ganze Knollen werden allzu gerne bei der Herstellung von Spiegelplatten verwendet, wo der Wirkstoff der Olganwurz mit einem besonderen Metall zur Beschichtung reagiert. Sie haben aber auch einen relativ hohen Wert bei Händlern oder bei anderen Magiern, die eine Knolle im Ganzen gebrauchen können. Benutzt man die Olganwurz als erfahrener Alchemist selbst, so kann man bis zu zehn Portionen eines feinen Olganpulvers daraus gewinnen. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich die Knollen zu Pulver zu zermahlen. Dieses Olganpulver wiederum ist eine wichtige Zutat für weitere Erzeugnisse, sei es in der Alchemie oder der Forschung.


Yantiskraut

Als letztes Gewächs dieser Ausgabe steht ein in der Heilkunde beliebtes, wenn auch selten in der freien Natur zu findendes Kraut. Oftmals ist es nur noch über Händler erhältlich, da diese spezielle magische Gewächshäuser für das Yantiskraut aufgebaut haben und dort unter für das Gewächs erträglichen Bedingungen eine gesunde Ernte einfahren können.

Das Yantiskraut ist auf unserem großen Kontinent sehr selten geworden. Es ist ein sehr trockenes Kraut, das in der Natur mittlerweile kaum noch vorkommt, da es nicht sehr widerstandsfähig ist. Man konnte nachweisen, daß das Yantiskraut früher sehr oft an feuchten Plätzen in der Nähe von Seen oder Flüssen beheimatet war. Da es aber eine erstaunlich hohe Menge an Flüssigkeit benötigt um überhaupt wachsen zu können, wurde es in der Natur immer seltener, nicht zuletzt seit Arthorias Magier mit dem Ernten dieses Krautes für ihre Forschungen und Tränke begannen. Da die Händler dies jedoch recht schnell erkannt haben wurden Gewächshäuser für deren Aufzucht gebaut um der Pflanze ideale, wenn auch künstliche, Bedingungen zu liefern.

Das grade einmal fünf Zentimeter große Kraut ist graugrün, fast bräunlich und sehr trocken. Yantiskraut wird aufgrund seiner entgiftenden Wirkung jedoch gerne gezüchtet und findet somit gleich in mehreren Bereichen als alchemistische Zutat für Tränke oder aber in der Forschung seinen Gebrauch.

Für das Elixier der Revitalisierung wird es sowohl im Forschungsbereich benötigt wie auch später als Zutat für das Gebräu selbst. Als Bestandteil beim Trank der Erfahrung und beim Trank der Bewahrung wirkt sich Yantiskraut als Erweiterung für das Bewusstsein aus und ermöglicht es dem Anwender durch mehr Wissensaufnahme zu profitieren. Als wichtige Reagenz für Sonnen- und Mondkapseln ist eine begrenzter Angriff auf die Lebenspunkte eines Magiers der Licht-/Dunkelheitfraktion oder aber Heilung eines Magiers der Licht-/Dunkelheitfraktion möglich und durch die bereits erwähnte entgiftende Wirkung findet man Yantiskraut in fast jedem Gegengift wieder.

Eine ganz besondere Anwendung sollte noch zum Ende dieses Berichtes erwähnt werden. Durch ein spezielles Verfahren mittels Hydration kann man aus vier Yantiskraut-Stengeln einen besonderen Yantisschleim herstellen, der ebenfalls Anwendung in der Alchemie findet und ein wichtiger Bestandteil der Wundschutzsalbe ist.

Yantiskraut ist neben Jorugawurzeln und Guljakbeeren eines der beliebtesten Kräuter zur Verwendung in der Alchemie geworden und hat sich auch schnell als gutes Absatzprodukt bei Händlern von Kräutern und alchemistischen Zutaten etabliert. Wer richtig und klug investiert kann schnell in den Handel mit Yantiskraut einsteigen... sofern er genug Gold für ein notwendiges Gewächshaus auftreibt und einen Magier der ihm bereitwillig bei den nötigen Anpassungen der Klimasphäre hilft. Dann heißt es nur noch Gartenharke in die Hand und fröhliches Kräutern!


geschrieben von MajinPiccolo
« Letzte Änderung: 28. Juli 2013, 01:28:39 von MajinPiccolo »




Offline Baghira

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Re: Forenwettbewerb: Dalarans neue Kräuterlexika
« Antwort #14 am: 18. Juli 2013, 15:51:53 »
Entdeckung der Sonnenbeere

Einer uralten Sage nach gab es vor langer Zeit ein sehr ödes und unbewohntes Gebiet weit östlich hinter den Ausläufern der Wüste Tarun, von dem nun ein kleiner Teil inzwischen, wie den meisten bekannt sein dürfte, hauptsächlich von Orks sowie deren Untertanen besiedelt und beherrscht wird. Jedoch kaum jemand kennt die Geschichte, welche sich um die Entstehung der Sonnenbeere rankt. 
 
Vor einigen hundert Jahren bewohnte ein einsamer Magier mit seinem Drachen am südlichen Berghang des Tulangebirges eine geheimnisvolle Höhle am Fuße des Gebirges. Beide hatten genug Platz darin und der Alchemist konnte sich seinen außergewöhnlichen Experimenten mit unbekannten Zutaten, welche nur hier im Inneren der Höhle zu finden waren, widmen.

Ein paar Minuten von seiner Höhle entfernt hatte er versucht, einige Tiere und Pflanzen zur Selbstversorgung und zu experimentellen Zwecken zu züchten, jedoch anfangs keinen großen Erfolg. In seiner Not machte er sich eines Tages auf und entdeckte etwas weiter westlich von seiner Höhle einen schmalen Wasserfall, welcher in einen unscheinbaren kleinen See mündete und in einer Felsspalte unterirdisch verschwand.

Er beschloss, seine Pflanzen und Tiere hier anzusiedeln und machte sich an die Arbeit. Er nutze kleine Bäche und Rinnsale, welche er künstlich anlegte, um das Land um den See fruchtbar zu machen und sich langsam vergrößerte. Es entstand mit der Zeit eine farbenfrohe, duftende Flora und Fauna.

Eines Abends entdeckte er, als er sich später als sonst auf dem Heimweg über die Blumenwiese nahe des Dunkelwaldes machte, einige schwache fluoreszierende Lichtpunkte, die aus einem kleinen Busch, welchen er bislang nicht bemerkt hatte, schienen. Sie zogen ihn magisch an und er entdeckte versteckte, ihm bislang unbekannte Beeren. Er pflückte eine Handvoll ab und bemerkte, dass sie ein warmen, geheimnisvollen Schein abgaben. Er konnte seinen Blick nicht mehr von ihnen abwenden. Lange stand er mit diesen Leuchtbeeren und überlegte bereits, wie er sie sinnvoll nutzen könne.

Voller Freude über seine Entdeckung eilte in seine Höhle widmete sich diesen faszinierenden „Sonnen“-Beeren, wie er sie fortan bezeichnete und entwickelt durch Experimente interessante Rezepturen, welche er nach eingehender, weiterer Forschung der Blumenwiese herausfand. Doch dies ist eine andere Geschichte und wird ein anderes Mal erzählt.
« Letzte Änderung: 18. Juli 2013, 15:54:06 von Baghira »