Autor Thema: der Spieltisch  (Gelesen 3123 mal)

Offline Shinigami

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Re: der Spieltisch
« Antwort #15 am: 06. August 2008, 16:21:35 »
Kommentarlos gab sie ihrem Gegner die grünen karten, sich selbst die blauen, eröffnete sogleich die Partie mit ihrem Goblin und lehnte sich zurück. Nun wartete sie die Reaktion des Gegeners ab...

Offline Amon Cthong

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Re: der Spieltisch
« Antwort #16 am: 07. August 2008, 18:01:58 »
Er eröffnete auf die gleiche Weise wie sie und versuchte ihre Züge vorauszusehen. Einige Zeit verging und bald waren wieder die meisten der Karten in ihrem Besitz. Amon war gerade dabei eine Strategie gegen ihren Vorsprung zu entwickeln als ihm einfiel daß sie ja schon recht lange hier herumlungerte und sicher sehr müde war, also zögerte er seine Züge hinaus und bestellte noch eine Flasche Wein und zwei Kelche, in der Hoffnung ihre Konzentration würde mit der Zeit nachlassen..
« Letzte Änderung: 07. August 2008, 18:04:54 von Amon Cthong »

Offline Shinigami

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Re: der Spieltisch
« Antwort #17 am: 18. August 2008, 16:13:27 »
Sie wartete und wartete darauf, dass ihr Gegener nun endlich seinen Zug machen würde, doch der schien es gar nich erst in Erwägung zu ziehen, das spiel fortzuführen...Langsam aber sicher wurde sie ärgerlich darüber, und auch der bestellte Wein konnte ihre Stimmung nicht mehr retten. Heftig raunzte sie ihr Gegenüber an: "Wird das heute noch was oder soll ich mal einen Spaziergang machen in der Zwischenzeit?"

Offline Amon Cthong

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Re: der Spieltisch
« Antwort #18 am: 18. August 2008, 16:22:55 »
Amon zuckte leicht zusammen als sie ihn so anfuhr. folgsam machte er seinen Zug und trank schweigend seinen Wein während das Spiel weiterging. Es sah wieder einmal garnicht gut für ihn aus. Krampfhaft versuchte er eine Betrügerei zu entsinnen um sich den Sieg zu erschleichen. Hätte er doch bloß auf Beliar gehört und sich ein wenig Schlafgift oder ähnliches besorgt... So blieb ihm nur die Hoffnung daß der Wein ihre Sinne genügend vernebeln würde um sie unaufmerksam werden zu lassen. leider jedoch merkte nun auch Amon wie der Alkohol seine Wirkung tat. "Ihr seid am Zug" lallte er.

Offline Shinigami

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Re: der Spieltisch
« Antwort #19 am: 23. August 2008, 17:57:27 »
"Der Wein", dachte sie, guckte mitleidig auf ihren Gegenspieler und schüttelte unmerklich den Kopf. Sie hatte zwar auch als Mensch schon Wein getrunken und seine Wirkung am eigenen Leib erfahren, doch wie jemand bei einer für ihn wichtigen Angelegenheit Wein trinken konnte war ihr ein Rätsel. Sie hatte ebenfalls einige Schlücke getrunken, doch bei ihr hatte dieses Getränk seine berauschende Wirkung beinahe verloren. So beobachtete sie noch eine Weile ihren Gegenspieler und musste grinsen...Er hatte eine ziemlich hässliche Fratze voller Abneigung, und trotzdem konnte sie in diesen Momenten eine gewisse Unsicherheit sehen und eine Unruhe in seinen Bewegungen. Scheinbar war diese Information um das Mädchen ihm wirklich wichtig. "Ob ich ihn wohl Gewinnen lassen soll? Einen Gegner wie ihn hatte ich lange nicht...so verbissen...und ich will weitere Spiele gegen ihn spielen...will sehen wie er sich verbessert!"
Doch andere gewinnen zu lassen war nicht ihr Ding. Schlussendlich liess sie sich herab und spielte statt dem geplanten Zug einen leicht schwächeren und gab ihm die chance sie zu schlagen...

Offline Amon Cthong

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Re: der Spieltisch
« Antwort #20 am: 20. Januar 2009, 17:00:09 »
Monate später noch verfluchte Amon den Abend an dem er dieses Spiel verlor.
Als seine Gegnerin diesen anscheinend schwachen Zug spielte, begann Amon stark zu schwitzen. Was wollte sie damit bezwecken? War es eine Falle? Unsicher kramte er in seinen paar verbliebenen Karten herum, zog eine Skelett-Karte hervor und beging den dämlichsten und unsinnigsten Spielzug den man sich in dieser Situation nur vorstellen konnte. In seinem Rausch war er sich absolut sicher nur auf diese Weise die unvorhersehbare Strategie seines Gegenübers zerstreuen zu können. Dümmlich grinsend beobachtete er das restliche Geschehen, und selbst als er schließlich seinen Einsatz über den Tisch zu seiner Gegnerin schob, abrupt aufstand und die Schenke verließ, war er nicht in der Lage diesen erstarrten, lächerlichen Ausdruck von seinem Gesicht zu verbannen.